Art der Veröffentlichung
Datum
25.08.2011

Biogas bringt´s

Regenerativen Energieträger optimal nutzen

Der Bioabfall aus der Braunen Tonne wird heute großteils in Kompostierungsanlagen zu Kompost verarbeitet. Zukünftig wird beim Bioabfall das Augenmerk aber auf dessen Eigenschaft als Energieträger liegen. Das heißt, es wird Biogas aus ihm gewonnen, das zur Erzeugung von elektrischer Energie, Wärme sowie zum Betrieb von Fahrzeugen und nach Aufbereitung auch zur Einspeisung in ein Gasversorgungsnetz dienen kann.

Biogas eignet sich für einen Energiemix aus erneuerbaren Energien. Dies, weil es zum einen grundlastfähig ist, das heißt, dass es im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Energieträgern wie Wind oder Sonne kontinuierlich verfügbar ist. Zum anderen lassen sich Biomasse und Biogas speichern, wodurch zum Energieangebot in Spitzenzeiten beigetragen werden kann.

Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft arbeitet bereits an einem Konzept, wonach der Biomüll energetisch verwertet und nicht mehr zum Kompostieren nach Kirchheim gebracht werden soll. Erste Überlegungen beziehen sich darauf, das entstehende Biogas zu verstromen und die dabei anfallende Abwärme einem Großabnehmer wie einem Schwimmbad zuzuführen. Alternativen dazu sind etwa das Einspeisen in das Gasnetz oder der Betrieb von Fahrzeugen.

Um eine optimale Energieausbeute zu erhalten, müssen Anlagenstandort, -betrieb und -größe stimmig sein – dann ist eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Biomüll-Verwertung gewährleistet. Stadtrat Philipp Hill: „Wir wollen die Nutzung des umweltfreundlichen Biogases in Stuttgart weiter vorantreiben und deshalb eine dezidierte Berichterstattung über den Stand der Technik und deren Verfügbarkeit sowie die Vor- und Nachteile der jeweiligen Verwendung des erzeugbaren Biogases und die möglichen Betreibermodelle.“ Daraufhin sollen die entsprechenden Beschlüsse und Ausschreibungen erfolgen.