Art der Veröffentlichung
Datum
08.06.2012

Bürgerbüros

Service bürgerfreundlich halten

Die Bürgerbüros in den Stuttgarter Stadtbezirken stellen einen hervorragenden Service zur wohnartnahen Erledigung von Behördengängen dar. Dazu gehören Wohnsitzmelde-, Ausweis-, Kfz-, und Gewerbeangelegenheiten.

Die Nachfrage nach den in den Bürgerbüros angebotenen Diensten ist groß und durch Aufgabenzuwachs, der insbesondere aus der Einführung des neuen Personalausweises resultiert, größer geworden. Die Folge ist, dass Mitarbeiter stark überlastet sind und gar krankheitsbedingt ausfallen und der Bürger längere Wartezeiten hinnehmen muss.

Die Reaktion der Stadtverwaltung, durch kurzfristige Maßnahmen die städtischen Mitarbeiter zu entlasten, ist deshalb grundsätzlich richtig. Doch bis zum Zeitpunkt der Einstellung neuer Mitarbeiter frühestens Ende des Jahres würden vor allem Öffnungszeiten gekürzt werden sollen, was Einbußen beim Service darstellt.

„Die für die beschränkten Öffnungszeiten vorgeschlagene teilweise Kompensation in Form von Terminvereinbarungen halten wir nur bedingt für eine Lösung, da die Bürger gern ohne tagelange Voranmeldung zu bestimmten bürgerfreundlichen Öffnungszeiten aufs Amt gehen können wollen, eben dann, wenn es ihr Terminkalender zulässt, auch kurzfristig“, erklärt Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz. Und sein Stellvertreter Jürgen Sauer ergänzt: „Für uns stellt die Terminvereinbarung vielmehr ein Zusatzangebot zu bürgerfreundlich gehaltenen Öffnungszeiten dar.

Deshalb fragen die Stadträte, ob Personalumschichtungen möglich sind, so dass der personelle Engpass bis zu Neueinstellungen in den Bürgerbüros überbrückt werden kann, ohne den Dienstumfang zu verringern. Auch stellen sie die Frage nach technische Maßnahmen, wie den Einsatz von mehr Computern oder nach arbeitsinterner Umorganisation, um den derzeitigen Personalengpass abzufedern.