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Datum
30.09.2015

CDU-Gemeinderatsfraktion begrüßt Entscheidung der Regionalversammlung zum Tauschwald

Bei der Energiewende darf nicht Kirchturmdenken die Oberhand gewinnen.

Die CDU Gemeinderatsfraktion begrüßt ausdrücklich die heutige Entscheidung der Regionalversammlung, den Standort Tauschwald nicht weiter als Windvorranggebiet zu verfolgen.

„Wir sehen uns in unserer Abwägung, dass es auch in der Region Stuttgart zahlreiche Standorte mit besseren Rahmenbedingungen für Windkraftanlagen gibt als im Tauschwald bestätigt“, erklärt Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz. „Wer mit gesundem Menschenverstand und ohne Ideologie den Standort Tauschwald betrachtet, der musste bezüglich der Wirtschaftlichkeit, der Artenschutzprobleme sowie der Lage - 70.000 Menschen leben in diesem Gebiet - bereits in der Vergangenheit zu der Einschätzung kommen, dass hier kein guter Standort für Windkraft sein kann.“ Dies wurde nun von der Regionalversammlung durch das umfassende und transparente Vergleichsverfahren aller möglichen Standorte in der Region Stuttgart bestätigt.

Es ist nur schade, dass der Oberbürgermeister und die linke Mehrheit im Stuttgarter Gemeinderat die Augen vor diesen Fakten verschlossen hatten, mit der negativen Konsequenz, dass dadurch viel Zeit und Geld der Stadtwerke investiert wurde, was jetzt verloren ist.

Die CDU-Fraktion fordert Oberbürgermeister Kuhn auf, bei der Urbanisierung der Energiewende zukünftig nicht mit altem Kirchturmdenken zu agieren, sondern umweltpoltische Aspekte von regionaler sowie bundesweiter Dimension in die strategischen Planungen für Stuttgart einzubeziehen. „Die Aussage von OB Kuhn, dass im Falle der Nichtumsetzung des Windräder-Projektes im Tauschwald die Bürgerinnen und Bürger in Weilimdorf, Feuerbach und Botnang für eine andere Art der regenerativen Energieerzeugung oder Energieeinsparung in die Verantwortung genommen werden müssten, zeigt, wie lokal beschränkt der OB in Fragen der Energiewende denkt“, kritisiert Kotz. „Mit einer solchen Herangehensweise werden wir die Energiewende in Deutschland nicht meistern. Von einem früheren Bundespolitiker hätten wir uns hier mehr Weitsicht und ganzheitliches Denken erhofft.“

In diesem Zusammenhang erinnert die CDU-Fraktion OB Kuhn auch an seine Zusage, einen Plan B als Alternative zur Windkraft in Stuttgart vorzulegen. „Jetzt schmollen und mit dem Finger auf CDU und Freie Wähler zeigen und vom eigenen Versprechen in öffentlicher Sitzung des Gemeinderats nichts mehr wissen zu wollen, ist nicht gerade ein souveräner Umgang mit der eigenen Niederlage in Sachen Tauschwald“, so Kotz.