Art der Veröffentlichung
Datum
09.10.2014

Chance auf neue Stadtbahnlinie

Es klingt nicht nur gut, sondern es wäre es auch, wenn tatsächlich eine neue Stadtbahnlinie die Universität Hohenheim mit der Stuttgarter Innenstadt umsteigefrei verbinden würde.

Notwendig ist dazu eine Gleisverbindung zwischen den Haltestellen „Sigmaringer Straße“ und „Riedsee“ im Osten von Möhringen. Mit dieser Maßnahme könnte eine durchgehende Stadtbahnlinie von Plieningen in die Innenstadt zum Hauptbahnhof bis zum Killesberg eingerichtet werden.

Profitieren davon würde zweifelsfrei die Universität Hohenheim, deren Studierendenzahlen in diesem Jahr eine neue Höchstmarke erreichen – innerhalb von vier Jahren sind die Immatrikulationen bis zum Wintersemester 2012/2013 um 34 Prozent auf annähernd 10.000 Studierende angestiegen. Mit diesem Anstieg konnte das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs nicht mithalten.

Mit der Stadtbahnlinie U3 und mehreren zum Teil überörtlichen Buslinien ist der Universitätsstandort zwar ans Netz des öffentlichen Personennahverkehrs angebunden. Ins Stadtzentrum aber gelangt man nur mit Umsteigestopp in Möhringen oder an der Haltestelle „Ruhbank“ beim Fernsehturm. 

Durch die ins Auge gefasste Lösung einer zusätzlichen Stadtbahnlinie mit dem Wendepunkt „Killesberg“ würde sich dort wieder ein Zehn-Minuten-Takt ergeben, der seit der Führung der U12 zum Hallschlag nicht mehr besteht und von den Menschen sehr vermisst wird.

Stadtrat Jürgen Sauer: „Wir möchten nun genau wissen, wie die Möglichkeiten des Lückenschlusses für die direkte Stadtbahnverbindung zwischen Plieningen beziehungsweise Hohenheim und der Innenstadt konkret aussehen und fordern deshalb die Stadtverwaltung und die SSB auf, den dafür notwendigen Aufwand in baulicher, finanzieller und zeitlicher Hinsicht darzustellen. Dazu gehören auch die prognostizierbaren Fahrgastzahlen.“  

Eine gute Verkehrsverbindung ist im größeren Kontext zu sehen. So ist es der CDU ein Anliegen, dass das Stuttgarter Netz des öffentlichen Nahverkehrs so gestaltet ist, dass das Angebot gerne genutzt wird, dass es insbesondere so attraktiv ist, dass es zum Umstieg vom Privat-Pkw auf Bus und Bahn animieren kann. „Urbaner Mobilitätsfortschritt heißt nämlich“, so macht Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz die Haltung klar, „dass das Angebot mit den Mobilitätsbedürfnissen der Menschen einhergeht.“

Moderne sowie umweltschonende Mobilität in der Stadt bedeute zudem, dass die Verkehrsströme und die Verkehrsträger wie Auto inklusive (Elektro-)Leihwagen, Bus und Bahn, Fahrrad und auch Fußgänger in einem Gesamtkonzept aufeinander abgestimmt werden.