Art der Veröffentlichung
Datum
12.10.2017

Drogenspritzen auf Spielplätzen

„Was man da hört, ist besorgniserregend“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Beate Bulle-Schmid zu der Aussage von Eltern, dass auf dem Spielplatz in der Stitzenburgstraße und ebenso auf der Lorenzstaffel gebrauchte Spritzen von Drogenkonsumenten gefunden werden.

Für die CDU-Fraktion Grund genug dieses Thema in die Öffentlichkeit zu tragen, indem sie eine Anfrage an die Stadtverwaltung stellt. Dabei geht es ihr nicht um Anklage, denn die Stadtverwaltung unterstützt und begleitet umfangreiche sowie zielgerichtete Maßnahmen. So heißt es denn auch in einer aktuellen Mitteilungsvorlage mit der Überschrift „Spritzentausch- und Spritzenvergabeprogramme …“, dass die Programme darauf abzielen zu verhindern, dass gebrauchte Spritzen und Nadeln an öffentlichen Plätzen zurückgelassen und nicht ordnungsgemäß entsorgt werden.

Gut und richtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass die freien Träger, die Spritzen ausgeben, auch auf deren ordnungsgemäße Entsorgung hinweisen. Es gibt entsprechende Boxen für die Rücknahme beziehungsweise Rücknahmestellen, aber auch die Streetworker machen auf die richtige Entsorgung aufmerksam. Zudem sollen verstärkt „Miniboxen“ zur sicheren Entsorgung der gebrauchten Spritzen ausgegeben werden. Außerdem werden Streifzüge organisiert, bei welchen weggeworfene Spritzen aufgesammelt werden.

Dennoch werden Spritzen nach Gebrauch mitunter einfach im öffentlichen Raum achtlos weggeworfen. Wenn so etwas auf einem Spielplatz oder auf Strecken, die als Schulweg genutzt werden, geschieht, besteht die Gefahr, dass Kinder damit in Berührung kommen.

Nachvollziehbarerweise beunruhigt dies die Eltern. „Das Kindeswohl ist hier gefährdet“, so Stadträtin Beate Bulle-Schmid. Sie begrüßt es deshalb, dass auch die Presse dieses Thema aus aktuellem Anlass aufgegriffen hat.

Da die von den weggeworfenen Spritzen für Kinder grundsätzlich ausgehende Gefahr nicht hingenommen werden kann, stellt die CDU an die Adresse der Stadtverwaltung die Frage, ob möglicherweise weitere Fälle bekannt sind, wo im öffentlichen Raum oder speziell auf Spielplätzen benutzte Spritzen gefunden werden. Besonders beschäftigt sie die Frage, was seitens der Stadt unternommen werden kann, damit gebrauchte Spritzen sicher entsorgt werden. Dazu gehört auch der Wunsch, dass das Angebot des kostenlosen Spritzentausches von den Drogenabhängigen tatsächlich angenommen wird. Dabei ist auch von Interesse, welche Erkenntnisse die mit der Spritzenausgabe betrauten freien Träger haben.