Art der Veröffentlichung
Datum
30.04.2013

Ehemalige IBM-Zentrale in Vaihingen

Die CDU-Fraktion stellt klare Fragen, um sich ein Bild von der Situation zu machen 

Die Gebäude auf dem ehemaligen IBM-Gelände am Autobahnkreuz Stuttgart stehen leer, sie sind denkmalgeschützt und es findet sich kein Käufer für sie, nachdem sich ein Investor bereits verspekuliert hat. So viel ist Fakt. Doch wie ist mit dieser Situation sinnvoll umzugehen?

Bleibt es dabei, die Gebäude aus Gründen des bestehenden Denkmalschutzes stehen zu lassen, müssen sie mit entsprechendem Kostenaufwand instand gehalten werden. Dass jemand diese Aufgabe übernimmt oder dazu gezwungen werden kann, ist mehr als fraglich. Demnach würde dem Denkmalschutz höchst wahrscheinlich kaum Genüge getan werden können. Dann stellt sich die Frage nach Alternativen, zumal davon auszugehen ist – und das ist eine realistische Annahme –, dass sich weiterhin kein/e Investor/en für die Nutzung des Gebäudekomplexes findet bzw. finden.

Das Areal ist grundsätzlich überaus attraktiv – es ist groß, es ist verkehrsgünstig gelegen und auch der Aspekt, dass Gewerbegebiete in Stuttgart rar sind, macht diesen Standort interessant.

Die CDU-Fraktion hat deshalb Fragen an die Stadtverwaltung gestellt, so dass man in der Sache, nach eingehender Beurteilung, weiterkommen kann.  

So will sie wissen welche Alternativen zum Abriss der alten IBM-Zentrale für einen Investor bestehen und welche Investitionssummen hierfür jeweils zirka erforderlich sind. Es geht ihr insbesondere darum, wie einer jetzt absehbaren Verwahrlosung der Gebäude wirksam begegnet werden kann und wer hierbei welche Kosten zu tragen hat. Wie würde etwa das Szenario aussehen, wenn sich der Erhalt der Gebäude wirtschaftlich nicht darstellen lässt und der Abriss genehmigt werden müsste? Wäre dann zum Beispiel eine Mischnutzung durch Gewerbe und Wohnen denkbar? Und ist das Gelände für eine Entwicklung geeignet, die die Ansiedlung moderner Unternehmen mit zukunftsträchtigen Arbeitsplätzen ermöglicht – Beispiel: Stuttgarter Engineering Park (STEP)? Die CDU-Fraktion schließt hieran die daraus sich ergebende weitere Fragen an, die auf die  Voraussetzungen abheben, die müssen gegeben sein oder geschaffen werden müssten, damit der Abriss erfolgen kann. Auch eine Einschätzung darüber, wie groß das Interesse von Investoren an dem Gelände wäre, wenn eine Abrissgenehmigung erteilt ist, erscheint in diesem Kontext von Bedeutung. Zudem drängt sich die Frage auf, ob das großflächige Areal nicht auch für große beziehungsweise expandierende Unternehmen geeignet wäre, die in Stuttgart bleiben oder nach Stuttgart kommen wollen und die entsprechend viele Arbeitsplätze bieten und für die Stadt Gewerbesteuereinnahmen generieren.