Art der Veröffentlichung
Datum
27.03.2014

Elektrisch gut unterwegs

Das Modell Car2go ist attraktiv, gerade auch für junge Menschen    

Die Elektromobilität spielt eine besondere Rolle bei der Energiewende im Straßenverkehr. Wie groß diese Rolle letztendlich sein wird, ist schwer absehbar, sicher ist jedoch, dass E-Mobilität Potenzial für mehr umweltschonenden Verkehr hat – das gilt auch für Stuttgart. Ein gutes Beispiel dafür ist das Projekt Car2go.

Insbesondere auch junge Menschen sollen und wollen von diesem umweltfreundlichen Mobilitätsmodell in der Stadt profitieren. Sie finden E-Autos hip und nutzen sie gerne. Deshalb ist ein leichter Zugang zu ihrer Nutzung hilfreich – Nutzungseinschränkungen dagegen, die über die bei herkömmlichen Autos hinausgehen, erscheinen unangebracht. Bisher, so geht aus den Car2go Mietbedingungen hervor, ist für die Fahrtberechtigung erforderlich, dass man seit mindestens einem Jahr im Besitz einer gültigen Führerscheinerlaubnis ist. Die daraus sich ergebende Alternative könnte für den Einzelnen sein, sich einen eigenen, in der Regel herkömmlichen, vielleicht gebrauchten Wagen zu kaufen, was in der Konsequenz für die Stadt eine unnötige weil vermeidbare Umweltbelastung und eine Erhöhung des generell vorhandenen Parkplatzproblems darstellen würde. Diese Negativauswirkungen würden dann schätzungsweise für längere Zeit bestehen bleiben, denn ist das Auto einmal angeschafft, wird es schwerlich nach einem Jahr wieder abgestoßen, um auf das Ausleihmodell umzusteigen. Ein solches Szenario kann seitens der Stadt jedoch nicht erwünscht sein. Ziel und im Interesse der Stadt muss es vielmehr sein, dass die Ausleihsysteme von Pkw für potenzielle (auch junge) Interessenten so attraktiv wie möglich gestaltet sind.

CDU-Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz: „Wir haben aus diesem Grund die Stadtverwaltung aufgefordert, mit Car2go darüber zu sprechen, ob und wie diese Einschränkung möglicherweise verringert oder sogar aufgehoben werden kann.“