Art der Veröffentlichung
Datum
12.07.2012

Energie aus dem Neckar

Kann Flusswasser das Leuze-Bad beheizen?

Die Energiewende ist eingeleitet – in verstärktem Maße sind neue Formen der Energiegewinnung gefragt und Energieeinsparpotenziale auszuschöpfen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, etwa indem regenerative Energie besser nutzbar gemacht wird, ist nicht zuletzt Phantasie und Kreativität gefragt.

Ein gutes und möglicherweise nachahmenswertes Beispiel dafür gibt die Stadt Rottenburg. Denn ab Sommer 2013 soll dort das Wasser des Freibads durch das Neckarwasser aufgeheizt werden. Praktisch machbar wird dies per Wärmetauscher. Der Stromver-brauch der Heizanlage soll hierbei um 75 Prozent sinken, wie im Journal „Klima Vor Ort“ 1/2012 berichtet wird. Energiesparen bedeutet somit sowohl Geldsparen als auch die Umwelt schonen.

„Die Idee besticht nachhaltig“, sagt Stadträtin Bulle-Schmid und fragt, ob mit dem Flusswasser nicht auch das nah am Neckar gelegene Leuze-Bad beheizt werden könnte. „Die Wärmeabgabe würde dem im Sommer oft zu warmen Neckar nicht schaden und böte der Stadt Stuttgart eine gute Möglichkeit, Energie einzusparen“, so Beate Bulle-Schmid.

Mit Fraktionsvorsitzendem Alexander Kotz fordert sie deshalb von der Stadtverwaltung, der Idee weiter nachzugehen, insbesondere der Frage, ob das in Rottenburg geplante Projekt der Erwärmung des Freibades durch das Neckarwasser auf das Leuze in Stuttgart übertragbar ist. Beate Bulle-Schmid: „Interessant zu wissen ist die Höhe der generierbaren Energieeinsparwerte – lägen diese in derselben Größenordung wie in Rottenburg?“ Überhaupt stelle sich die grundsätzliche Frage, wo in Stuttgart weitere Energieeinsparmöglichkeiten durch die Wärmenutzung des Neckars vorhanden sind.