Art der Veröffentlichung
Datum
13.02.2014

Energiesparprogramm

Förderrichtlichtlinien ausweiten

Das Förderprogramm Energieeinsparung, mit dem die Landeshauptstadt Stuttgart seit 1998 energetische Sanierungen in privaten Wohngebäuden bezuschusst, ist eine gute Sache und seitens der Kommunalpolitik weiter zu unterstützen. Denn zweifellos stellt das Energiesparprogramm einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz dar. Bezuschusst werden können energetische Gesamtmodernisierungen und Einzelmaßnahmen, die Dach, Fassade, Fenster, Heizung, Thermische Solaranlagen oder bestimmte Pumpsysteme betreffen. Die Einzelheiten sind in den entsprechenden Richtlinien festgelegt.

„Eigenartigerweise, so sehen es jedenfalls die Förderrichtlinien vor, fallen energetische Sanierungen im Zuge der Umwandlung von Nicht-Wohngebäuden in Wohngebäude nicht unter die Fördermöglichkeit“, wundert sich Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz. Das sei befremdlich, schon deshalb, weil diese Wohnungen ja ebenfalls neuesten Energieverbrauchsstandards entsprechen sollen. Zudem würde ihre Förderung bei der gegebenen Wohnungsunterversorgung in der Stadt die Umwandlung von Nicht-Wohngebäuden – was schätzungsweise zum überwiegenden Teil Büroleerstände sind – in Wohnflächen sicher begünstigen, so dass hier ein zusätzlicher Beitrag zur Entschärfung der Wohnungsknappheit geleistet werden könnte.

Die CDU-Fraktion hat deshalb beantragt, dass dargelegt wird, warum energetische Sanierungen im Zuge von Umwandlungen von Nicht-Wohngebäude in Wohnungen nicht unter die Förderrichtlinien fallen. Alexander Kotz: „Wir wollen erreichen, dass die Förderrichtlinien, sofern nichts Essentielles dagegen spricht, in Zukunft auf die genannten Projekte ausgeweitet wird.“ Dies würde sowohl die Wohnraumschaffung als auch den Umweltschutz unterstützen.