Art der Veröffentlichung
Datum
06.10.2011

Entlarven statt Hinnehmen

Geschulter Umgang mit politischem Extremismus im Internet  

Extremismus stellt eine stets gegenwärtige Bedrohung für unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat dar. Diese Gefahr geht inzwischen verstärkt von missbräuchlich instrumentalisierten sozialen Netzwerken im Internet aus. Mitunter seriös und gleichzeitig ansprechend, in der Sprache der Jugend aufbereitet sowie für junge Menschen vordergründig informativ, werden im Netz links- und rechtsextreme Inhalte in derlei sozialen Netzwerken transportiert, die ohne bewusste kritische Reflexion des Nutzers durchaus vereinnahmend wirken können.

Um mit der Flut an Informationen umgehen und „Gutes“ von „Schlechtem“ unterscheiden zu können, ist der sensible Umgang mit den neuen Medien frühzeitig zu erlernen. „Wir sind der Auffassung, dass unsere Gesellschaft hier eine Bringschuld gegenüber der jungen Generation hat, in dem Sinne, dass Aufklärungsarbeit gemacht und Rüstzeug mit auf den Weg gegeben wird, so dass die Gefahr, in eine rechtsextreme oder auch linksextreme Falle zu tappen, die schwerwiegende Folgen für den Jugendlichen wie für sein Umfeld haben kann, von vornherein gering oder gar zu bannen ist“, so die Stadträte Alexander Kotz, Dr. Klaus Nopper und Fabian Mayer.

Vor diesem Hintergrund fragen sie die Verwaltung, welche spezifischen Maßnahmen in Stuttgarter Schulen und Jugendorganisationen durchgeführt werden, um politische Inhalte im Netz einordnen zu können. Die Stadträte regen des weiteren an, diese Internetgefahren über die kommunalen Spitzenverbände auch auf der politischen Ebene der EU zu thematisieren, mit dem Ziel, eine grundlegende europaweite Strategie zum Schutze der Jugendlichen vor rechts- und linksextremer Vereinnahmung durch soziale Netzwerke im Internet zu entwickeln.