Art der Veröffentlichung
Datum
29.06.2017

Erhalt der Trockenmauern

„Die Trockenmauern sind ein prägendes Element in unserer Stuttgarter Kulturlandschaft“, hält die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Beate Bulle-Schmid fest. Diese von Trockenmauern durchzogenen Weinberge Stuttgarts seien aber nicht einfach nur schön. „Vielmehr sind sie vor allem aus ökologischer Sicht überaus wertvoll. „Sie tragen zum nachhaltigen Erhalt der hiesigen Flora und Fauna bei.“

Weil dem Gemeinderat die Pflege und der Erhalt der Trockenmauern ein wichtiges Anliegen ist, hat er im Sommer 2014 beschlossen, für den Zeitraum von 2014 bis 2018 eine Fördersumme von jährlich 600.000 Euro zu bewilligen.

Die Evaluierung des Förderprogramms und die Ergänzung der Förderrichtlinien wurden mit in einer Gemeinderatsvorlage dargestellt und im Ausschuss für Umwelt und Technik vorgestellt. Die Vorlage hat der Ausschuss aufgrund von zahlreichen Anregungen der Weingärtner jedoch nicht beschlossen, sondern vertagt.

Die beiden entscheidenden Punkte, die zu einer intensiven Diskussion führten, sind zum einen der vorgeschlagene 15 prozentige Eigenanteil bei Sanierungsmaßnahmen durch Fremdfirmen, was die Weingärtner finanziell überfordern würde und dazu führt, dass Mauern gar nicht mehr saniert werden.

Zum anderen geht es um die Finanzierung der Felssanierungen aus dem Förderprogramm. Die Aufnahme der Felssanierungen in das Förderprogramm führt in den Jahren, in denen Sanierungsmaßnahmen an Felsen durchgeführt werden, zu finanziellen Engpässen, da die für die Felssanierungen erforderlichen Mittel die Programmittel zeitweise fast vollständig ausschöpfen werden.

„Wir sind der Meinung, dass die Politik hier entsprechen agieren muss“, so Stadträtin Beate Bulle-Schmid, „um Dinge in die richtige Bahn zu lenken.“

Die CDU-Fraktion hat deshalb einen Antrag an die Stadtverwaltung gestellt, in dem sie fordert, den Punkt über die Sanierungen der natürlichen Felsbildungen aus der Beschlussvorlage herauszunehmen, um vielmehr zunächst das Ergebnis des entsprechenden Gutachtens abzuwarten, so dass darauf hin die entsprechenden Beschlüsse zu den Felssanierungen gefasst werden können.

Zudem soll nach dem Willen der CDU die Förderung der aufwändigen Fundamentierung möglich sein und ein entsprechender Fördertatbestand aufgenommen werden. Damit würde die Ungleichheit zwischen der Sanierung durch Eigenleistungen der Weingärtner gegenüber der Sanierung durch Fremdfirmen aufgehoben werden.