Art der Veröffentlichung
Datum
01.12.2016

Erhebung bei Ganztagesschule

Zwischenzeitlich befinden sich über die Hälfte der 72 Stuttgarter Grundschulen in unterschiedlichster Ausprägung  im Ganztagsbetrieb mit vielfältigen Angeboten. In der Vorlage der Stadtverwaltung mit dem etwas sperrigen Titel „Bedarfs- und Qualitätsanalyse zu Ganztagesgrundschulen in Stuttgart“ geht es im Kern um zwei geplante Befragungen. Die Ergebnisse, mit welchen voraussichtlich bis Herbst kommenden Jahres zu rechnen ist, sollen dann die Grundlage für die weiteren Überlegungen zur Verbesserung des Konzepts der Ganztagesschule sein.

Der CDU-Gemeinderatsfraktion kommen die von der Verwaltung vorgeschlagene Umfragen zur Feststellung des Betreuungsbedarfs der Eltern von künftigen Grundschulkindern sowie die Erhebung der Erfahrungen und Bewertungen in den bestehenden Ganztagsgrundschulen bei den verschiedenen Akteuren sehr entgegen, wir haben diese ja beantragt. Die Chance einer hohen Güte der Erhebung zur Ermittlung der Bedarfe sieht der schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Fred-Jürgen Stradinger, insbesondere in der Zusammensetzung der Projektgruppe. Diese nimmt die Bedarfs- und Qualitätsanalyse vor und besteht bestechender Weise aus denen, deren Wissen unbedingt einfließen müsse – das sind Vertreter des Staatlichen Schulamts und der Schulen, der freien Träger sowie des Gesamtelternbeirats, des Schulverwaltungsamts, des Jugendamts, des Statistischen Amts und der Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft. Ergänzend eingebunden wird wissenschaftliche Expertise. Stadtrat Stradinger merkt für das Vorgehen der Projektgruppe an: „Wichtig ist, dass das Kindeswohl stets im Vordergrund steht und gleichermaßen hohe Qualitätsstandards für  die Ganztagesgrundschule Ziel sein müssen.“ Eine weitere, wenn auch prozessorientierte Aufgabe sieht er in dem, was gemeinhin als Rhythmisierung bezeichnet wird. Danach soll es ein ausgewogenes Wechselspiel von den unterschiedlichen Einheiten von Unterricht und betreuter Zeit geben, von Anspannung und „Entspannung“.  Um dieses sinnvolle Ziel zu erreichen, bedarf es noch vielerlei Anstrengungen, weshalb man sich der Frage stellen müsse, wie Rhythmisierung im konkreten Fall wirklich funktionieren könne. Klar ist, dass man derzeit von einer Rhythmisierung über den Tag hinweg noch weit entfernt ist.

„Dennoch, mit diesem nun geplanten Vorgehen wachsen die Chancen, am Ende ein flexibles wie verlässliches Betreuungssystem in der gebundenen und in der teilgebundenen Ganztagesgrundschule am erhalten“, so Fred-Jürgen Stradinger. Stuttgart befinde sich hier auf einem guten Weg.