Art der Veröffentlichung
Datum
05.07.2017

Europäische Innovationshauptstadt 2017

Die Stadt bewirbt sich mit dem Projekt „Zukunftslabor Kultur“

Wer sich mit der Entwicklung der Europäischen Union auseinandersetzt, weiß, dass der europäische Integrationsprozess viel Gutes hervorgebracht hat. So ist die EU zweifelsohne ein erfolgreiches Friedensprojekt. Sie hat aber auch im Alltag Positives für die Menschen bewirkt. Man denke hier nur an die gemeinsame Währung und den Binnenmarkt oder an die mittlerweile einheitlichen Standards im Umweltbereich, die deren Schutz grenzüberschreitend möglich machen. Das Prinzip der best practice ist sozusagen Programm innerhalb der EU – Innovation und Fortschritt werden durch sie gefördert.

Stadtrat Jürgen Sauer: „Wichtig ist, die Vorteile, die sich aus der Existenz und dem Wirken der Europäischen Union für die Bürgerinnen und Bürger ergeben, noch besser zu vermitteln. Zum Beispiel mit der verstärkten Teilnahme an EU-Programmen und -Projekten, deren Ziele hilfreich und notwendig für die Identifikation der Menschen mit der EU und als EU-Bürger sind.“

Aktuelles Beispiel dafür ist die Bewerbung Stuttgarts zur Europäischen Innovationshauptstadt. Im Rahmen dieses Wettbewerbes ruft die Europäische Kommission Städte mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern dazu auf, sich mit innovativen Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu bewerben. Zugelassen sind sowohl abgeschlossene wie auch noch laufende Initiativen, und dem Gewinner winkt immerhin eine Million Euro.

Stuttgart als innovationsfreudige Stadt, gerade auch in Sachen Bürgerbeteiligung etwa bei der Neugestaltung des Rosensteinquartiers, muss sich hier grundsätzlich angesprochen fühlen. Das erst recht, wenn man sich die Kriterien für eine eventuelle Auszeichnung anschaut. Sie heißen: Experimentieren mit neuen Konzepten, Engagement der Bürger, Attraktivitätssteigerung der City und Stärkung des örtlichen Ökosystems.

Die CDU-Gemeinderatsfraktion hat deshalb eine Anfrage gestellt, in der sie wissen will, ob es in der Stadtverwaltung eine zentrale Stelle gibt, die über sämtliche Ausschreibungen und Wettbewerbe der EU unterrichtet oder ob hier jede Fachabteilung eigenständig gefordert ist.  Konkret hat sie dabei die Frage gestellt, ob sich Stuttgart um den Titel der „Europäischen Innovationshauptstadt“ bemühen und eine Bewerbung einreichen werde.

Tatsächlich hat die Stadt in der Zwischenzeit ihre Bewerbung mit dem Projekt „Zukunftslabor Kultur“ eingereicht. In der Pressemitteilung dazu steht, dass im Fokus dieses Zukunftslabors die digitale Transformation stehe und es um die Verknüpfung von Kunst, Technologie und Gesellschaft gehe.

Der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Jürgen Sauer, erklärt dazu: „Wir als CDU-Fraktion freuen uns, mit dem Antrag einen Prozess angestoßen zu haben, der nicht nur dabei hilft, den Europagedanken in die Breite zu tragen, sondern auch mit dem Projekt „Zukunftslabor Kultur“ möglicherweise richtungsweisende Erkenntnisse für andere Städte gewinnen zu können.“