Art der Veröffentlichung
Datum
06.06.2013

Fachkräftemangel

Unternehmen und der demografische Wandel

Eine Umfrage der IHK Region Stuttgart hält in ihren Ergebnissen von 2011 unter anderem fest, dass rund 80 Prozent der befragten Unternehmen die Auswirkungen des demografischen Wandels spüren, und zwar in Form von geringerer Verfügbarkeit von Fachkräften.

In der Konsequenz bedeutet das, dass die Unternehmen weniger Umsatz machen oder sich zu Verlagerungen gezwungen sehen und dementsprechend weniger Gewerbesteuer in den Stadtsäckel fließt und damit wiederum weniger Finanzmittel für Infrastrukturmaßnahmen zur Verfügung stehen. Aufgrund weniger verfügbarer Mittel müssen Investitionen zurückgestellt werden, was sich für die Stadt im Standortwettbewerb mit anderen Städten negativ auswirken würde. Betroffen sein davon können etwa Kindergärten, Freizeitangebote etc.

Dieser Zusammenhang zwischen freiem Unternehmertum und kommunalen Investitionen ist in seiner Tragweite durchaus bedeutsam.

Die CDU-Fraktion stellt deshalb an die Adresse der Stadtverwaltung die Frage, inwieweit die Demografiestrategie in Stuttgart – bestehend aus Generationenvertrag und Stadtbezirksansatz – den Bereich Wirtschaft erfasst. „Interessant zu wissen ist auch“, so der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Joachim Rudolf, „ob es aus anderen Städten Erkenntnisse gibt, wie in diesem Kontext die Wirtschaft und insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, die ja sehr viele Arbeitsplätze stellen, durch die Stadt effektiv unterstützt werden können.“ Für ihn gehe es nicht zuletzt um innovative Ansätze für ein auch in Zukunft gedeihliches Miteinander von Stadtverwaltung und Gewerbe, um gemeinsam bei der sich abzeichnenden demografischen Entwicklung die Attraktivität der Stadt und des Wirtschaftsstandorts Stuttgart zu erhalten.