Art der Veröffentlichung
Datum
06.05.2016

Feinstaub - Lösungsansatz

Die Schaffung einer zukunftsfähigen Mobilitätsinfrastruktur in Stuttgart und in der Region ist eine der größten Aufgaben für die nächsten Jahre. Einerseits will man im alltäglichen Leben mobil sein, andererseits müssen Staus, ÖPNV-Überlastung sowie Lärm- und Luftbelastungen verringert werden.

Ein neuralgischer Verkehrspunkt ist das Neckartor, wo die Feinstaubgrenzwerte nach wie vor gerissen werden und wo nach Meinung der CDU nur eine merkliche Verkehrsentlastung langfristig eine echte Lösung bringt. „Für uns kann nicht das einzige Ziel sein, die Marke von 35 Tagen mit überhöhten Feinstaubwerten im Jahr nicht mehr zu überschreiten“, sagt Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz. „Ziel muss es doch sein, an gar keinem Tag mehr über dem erlaubten Grenzwert zu liegen.“ Das ginge auf jeden Fall, wenn man 30 Prozent weniger Verkehr an dieser Stelle hätte. Und das wiederum kann durch eine Reihe weitreichender baulicher Verkehrsmaßnahmen erreicht werden.

Als wichtigster Mosaikstein eines solchen Lösungsansatzes steht für die CDU-Fraktion eine Tunnelverbindung, den sie „Ostheimer Tunnel“ nennt. Im Wagenburgtunnel würde ein Abzweig mit daran anschließenden Tunnelröhren gebaut, die bis zur B 10 auf der Höhe Gaskessel führen. Die Folge wäre, dass durch weniger Staus die Anwohner im Osten im wahrsten Sinne des Wortes aufatmen im Sinne von besserer Luft einatmen könnten und zudem, dass die Cannstatter Straße deutlich weniger Verkehr zu „verkraften“ hätte. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass die EU die Planung einer solchen Feinstaub-Verringerungs-Maßnahme positiv in ihre Bewertung einfließen lassen würde.“ 

Mit weiteren Maßnahmen wie der Verlegung des City-Rings auf die Wolframstraße – eine mit dem Ostheimer Tunnel sich ergebende Option – und der daraus resultierenden Verkehrsberuhigung der Schillerstraße erfährt das Stadtzentrum am Hauptbahnhof eine enorme Attraktivitätssteigerung im Sinne von mehr Aufenthaltsqualität. Zudem könnten die Stadtbezirke Ost und Nord besser zusammengeführt werden.

Solche und weitere Maßnahmen sind nach intensiven Recherchen von der CDU-Fraktion in einem umfassenden Antrag zu Papier gebracht worden. „Jetzt fordern wir konkrete Schritte“.

„Wir meinen, es müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um Fahrverbote zu verhindern. Nicht nur dass diese einen enormen bürokratischen Aufwand mit sich brächten. Vor allem wäre der dadurch entstehende wirtschaftliche Schaden für Stadt und Region immens, eine Unzahl an Arbeitsplätzen in Gefahr. „Wir zeigen dezidiert auf, dass es auch anders geht.“