Art der Veröffentlichung
Datum
17.10.2013

Fernbusse in der Stadt

Wir brauchen ein Gesamtkonzept für den Busverkehr

Mit der Liberalisierung des Marktes zugunsten nationaler Fernbuslinien stehen die Städte bundesweit in einem neuen Wettbewerb miteinander. Günstige Reisemöglichkeiten tragen zur Steigerung der Attraktivität unserer Städte bei, wenn neben dem Preis auch andere Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel das Angebot citynaher Haltestellen, stimmen. Die Stadt Stuttgart sollte diese Entwicklung deshalb als Chance begreifen und ihr eine Perspektive geben.

Ab November 2015 wird der internationale Busverkehr am neuen Stuttgart Airport Busterminal (SAB) beim Flughafen abgewickelt. Bei den ursprünglichen Planungen für den SAB war die Liberalisierung des Marktes für nationale Fernreisebusse noch nicht bekannt, mit der Folge, dass dieser Standort alleine nicht mehr ausreicht, um diesen zusätzlichen Bedarf abzudecken. Auch Touristikbusse findet man mehr oder weniger wahllos in Stuttgart auf den Straßen der Stadt abgestellt. Was fehlt, aber immer dringender benötigt wird, ist ein Gesamtkonzept für den Busverkehr mit abgestimmten Standortangeboten und einer gezielten Verkehrslenkung.

„Wir fordern dieses Gesamtkonzept“, erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jürgen Sauer, „und haben deshalb eine Reihe von Fragen in Form eines Antrages an die Stadtverwaltung gerichtet, deren Antworten das Grundgerüst dieses Konzeptes bilden können“. Gefragt wird unter anderem nach der Zunahme der Zahl zusätzlicher Fahrten von nationalen Fernbuslinien bis heute und in den kommenden Jahren und ob dafür die Kapazitäten des SAB am Flughafen überhaupt noch ausreichend sind.

Interessant ist auch zu erfahren, wo in Stuttgart zusätzliche Haltestellenplätze zur Verfügung gestellt werden können, und warum Fernreisebusse beispielsweise nicht die Haltestellen der SSB mitbenutzen können.