Art der Veröffentlichung
Datum
18.12.2014

Flüchtlinge als gute Nachbarn

Die Notwendigkeit der Schaffung von Flüchtlingsunterkünften ist unstreitig gegeben und das Engagement der Verwaltung bei der Suche nach geeigneten Standorten und die Art der Unterbringung sind uneingeschränkt zu loben.

Neben einer hohen Qualität der Flüchtlingsunterkünfte ist aber auch die Akzeptanz in der Bevölkerung von großer Bedeutung, insbesondere im näheren Bereich der einzelnen Standorte. „Nur eine solche Akzeptanz gewährleistet, dass zukünftig ein gutes Nachbarschaftsverhältnis entstehen kann und somit auch eine erfolgreiche Integration der Flüchtlinge im täglichen Leben“, sagt Stadtrat Thomas Fuhrmann.

Die Bedenken der Nachbarn nimmt die CDU-Fraktion ernst und will durch begleitende Maßnahmen zu einer verbesserten sozialverträglichen Umsetzung der Standorte beitragen. Dies gilt insbesondere an Standorten, die in unmittelbarer Nachbarschaft zu bestehender Wohnbebauung umgesetzt werden sollen, wie zum Beispiel am Standort Schelmenäcker oder an Standorten, die eine bisherige Nutzung oder Nutzungsmöglichkeit von Grundstücken verdrängen.

Die CDU-Fraktion hat deshalb beantragt, dass die Stadtverwaltung an allen Standorten nach geeigneten Maßnahmen zur Unterstützung und Förderung der Akzeptanz in der Bevölkerung sucht, insbesondere auch in baulicher Hinsicht.

Als mögliche Beispiele nennt sie die Flüchtlingsunterkünfte am Standort Schelmenäcker in Stuttgart-Feuerbach, die nicht über die Bubenhaldenstraße, sondern über den östlich vorhandenen asphaltierten Weg zu erschließen sind. Thomas Fuhrmann: „Dies trägt zu einer Entlastung der Bubenhaldenstraße und des gesamten Wohngebiets bei, weshalb dieser Erschließungsvariante in der Gesamtabwägung Vorrang einzuräumen ist.“ Aufgrund der Nähe der Flüchtlingsunterkünfte am Standort Schelmenäcker zur bestehenden Wohnbebauung sind zudem geeignete Lärmschutz- und Sichtschutzmaßnahmen in Form von Bäumen und Sträuchern zu den angrenzenden Grundstücken zu realisieren. Diese Maßnahme trägt ohne größeren Aufwand zum besseren Schutz der Privatsphäre der Anwohner bei.

Desweiteren ist die CDU-Fraktion der Auffassung, am Standort Ruckenäcker in Stuttgart-Botnang und am Standort Steinröhre in Stuttgart-Weilimdorf den Nutzern der bestehenden Gärten zeitnah geeignete Ersatzflächen anzubieten. Am Standort Steinröhre in Weilimdorf etwa könnte auf der restlichen Fläche der Sportanlage eine Freizeitfläche eingerichtet werden, die sowohl den Flüchtlingen als auch den Anwohnern zur Verfügung steht. Auch soll am Standort Steinröhre die bestehende Brandruine zu entfernen werden.