Art der Veröffentlichung
Datum
19.10.2017

Freitreppe Wilhelmspalais

Gefühlt steht man schon jetzt mitten in den Beratungen zum Doppelhaushalt 2018 und 2019, obwohl sie doch offiziell gerade erst beginnen. Längst beschäftigen sich die Fraktionen mit dem von der Verwaltung eingebrachten Haushaltsentwurf. Schaut man hier auf die Grüne Liste, die die Maßnahmen enthält, die finanziert sind, fällt auf, dass dieser Maßnahmenkatalog wesentlich umfangreicher als in der Vergangenheit ist.

Das bedeutet, dass Vieles Notwendige tatsächlich seitens der Verwaltung mit Finanzmitteln hinterlegt worden ist. Eine Maßnahme bzw. ein Projekt allerdings, das sicher von Relevanz für die Stadt ist, sucht man in der Grünen Liste jedoch vergeblich. Es geht um die Freitreppe vor dem neuen Stadtmuseum oder allgemeiner ausgedrückt, um die Pläne zur Gestaltung des Vorfeldes des Wilhelmspalais bis hinunter zur Konrad-Adenauer-Straße. Dazu gehört auch, den unter der Straße liegenden Kanal mit verschiedenen Leitungen in die Planungen für die notwendige Tieferlegung einzubeziehen.

Im Gespräch dafür sind rund sechs Millionen Euro, zu denen auch die Kosten in Höhe von drei Millionen Euro für die Umbaumaßnahmen vor dem benachbarten Hauptstaatsarchiv gehören, damit zusammen mit der komplett vom Land finanzierten Umgestaltung vor dem Neubau der Landesbibliothek eine städtebauliche Lösung aus einem Guss möglich ist.

„Die auf unseren Antrag hin stattgefundene Berichterstattung im Technikausschuss hat uns darin bestärkt, hier Nägel mit Köpfen zu machen“, so Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz. Denn in der Sitzung sei deutlich geworden, dass mit der Planung ohne einen sich anschließenden Bau wenig gewonnen ist. Auf unerträglich lange Dauer würde dieser Platz ein Provisorium bleiben und keinerlei Aufenthaltsqualität bieten.

„Dabei markiert gerade diese Stelle ein Entree in die Innenstadt, das stark frequentiert ist und als Teil der Kulturmeile dazu beitragen sollte, diese weiter aufzuwerten“, sagt der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Jürgen Sauer.

Demzufolge hat die CDU gehandelt und zu den Haushaltsplanberatungen einen Antrag eingebracht, in dem nachgerade die Umsetzung eines städtebaulichen Gesamtkonzepts gefordert wird, das diesem prominenten Bereich gerecht wird, und zwar in absehbarer Zeit.

Alexander Kotz und Jürgen Sauer: „Wir freuen uns auf diesen neuen Aufenthaltsbereich mit der Freitreppe und unterstützen nicht zuletzt mit der Beantragung der Mittel die rasche Realisierung.“ Dafür gelte es nun, in den weiteren Beratungen eine Mehrheit im Gemeinderat zu gewinnen.