Art der Veröffentlichung
Datum
05.03.2015

Freiwillige Feuerwehr in Not

Der große Wert der Arbeit der Feuerwehr für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger ist allgemein bekannt. Dies legt nahe, dass stets alles dafür getan wird, dass die Feuerwehren ihrer bedeutungsvollen Tätigkeit für die Allgemeinheit vollumfänglich und bestmöglich nachkommen können. Umso mehr muss es deshalb verwundern, wenn dennoch – wie in verschiedenen Presseberichten zum Ausdruck gebracht – Hilferufe aus den Reihen der Feuerwehr vernehmbar sind.

So ist ein Alarm auslösendes Zeichen das eines fehlenden Nachwuchses bei der freiwilligen Feuerwehr. Zwar ist Stuttgart davon noch nicht akut betroffen, dennoch dürfen die Warnungen des Landesfeuerwehrverbands nicht in den Wind geschrieben werden. „Vorausschauende Personalpolitik, wie sie in modernen Unternehmen in der Privatwirtschaft betrieben wird, sollte auch bei einem für die Gesellschaft so wichtigen Dienst für Leib und Leben Anwendung finden“, sagt Dr. Markus Reiners, der Sprecher für Feuerwehrangelegenheiten bei der CDU-Gemeinderatsfraktion. Schließlich werden die Existenz und die Inanspruchnahme der Einsatzbereitschaft der freiwilligen Feuerwehr mitunter gerne als gegeben angesehen. Doch es badarf in der Zukunft sicher einer verstärkten Schaffung von Anreizen, um die erforderliche Anzahl an Freiwilligen für den effektiven Einsatz aufrecht erhalten zu können.

Vor diesem Hintergrund hat die CDU-Fraktion beantragt, dass im zuständigen Gemeinderatsausschuss die jetzige und die prognostizierbare Personalsituation bei der freiwilligen Feuerwehr in Stuttgart dargestellt wird. Stadtrat Dr. Reiners: „Wichtig ist uns insbesondere auch, dass Maßnahmen einer zukunftsgerichteten Personalerhaltung und Personalentwicklung erörtert werden.“ Von Interesse sei des Weiteren das Strategiepapier des Landesfeuerwehrverbands und welche zulässigen Handlungsmöglichkeiten in Sachen Anreize darin empfohlen werden. Ganz konkret sollte auf die Frage eingegangen werden, wie es etwa mit Vergünstigungen bei öffentlichen Einrichtungen, mit verbesserter Fortbildung, mit der Inanspruchnahme des Jobticket oder mit anderen Bevorzugungen aussieht.

Der besondere gesellschaftliche Wert des Ehrenamts bei der Feuerwehr, aber gleichermaßen auch bei anderen Rettungsorganisationen wie beispielsweise DRK, DLRG, ASD, Johanniter oder THW – die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben – steht für die CDU-Fraktion außer Frage. „Deshalb setzen wir uns stets mit Nachdruck für die spürbare Anerkennung bürgerschaftlich Engagierter ein “, erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Beate Bulle-Schmid.