Art der Veröffentlichung
Datum
29.09.2011

Geothermie sicher nutzen

Umweltfreundliche und wirtschaftlich interessante Energie

Erdwärme ist eine bedeutende Energiequelle, da sie regenerativ und darüber hinaus permanent verfügbar ist, unabhängig von Witterung und Tageszeit. Grundsätzlich gilt es deshalb, das Potenzial dieser umweltschonenden Energieressource weiter zu erschließen.

Leider ergeben sich im Zuge der Nutzbarmachung von Erdwärme immer wieder schwere Sachbeschädigungen in Form von Rissen an Häusern. Erdbewegungen, die von den Bohrungen ausgelöst werden können, sind dafür ursächlich. So ist es zuletzt offenbar auch in der Nachbarstadt Leonberg geschehen, wo über 20 Häuser betroffen sind. Als Reaktion darauf hat der baden-württembergische Umweltminister die Bohrtiefe eingeschränkt.

Bauherren sowie Bohrfirmen betreffen die beschlossene Bohrbegrenzung wirtschaftlich negativ, stocken dadurch doch Bauvorhaben. Zudem ist beim Wegfall von Erdwärmeressourcen für ein Gebäude eine komplette Kompensation etwa durch Sonnenkollektoren nicht möglich, so dass doch Öl und Gas eingesetzt werden müssen.

In Stuttgart sind Zwischenfälle im Zusammenhang mit Erdwärmebohrungen erfreulicherweise nicht bekannt, wohl auch deshalb, weil hier der Untergrund gut erkundet ist und sich das Amt für Umweltschutz seit langem mit der Technologie befasst. Mit der Intention in Stuttgart Geothermie als ökologisch sowie wirtschaftlich attraktive Alternative der Energiegewinnung sicher und noch besser nutzen zu können, hat die CDU-Fraktion Auskunft darüber erbeten, welche Größenordnung die Geothermie anteilsmäßig bei der Gesamtabdeckung des Energiebedarfs in Stuttgart einnimmt, ebenso darüber, ob aktuell Anträge auf Geothermiebohrungen vorliegen und ob abschätzbar ist, wie nachteilig sich die  Tiefenbohrbegrenzung auf die Stuttgarter Betriebe in der Bauwirtschaft auswirken.