Art der Veröffentlichung
Datum
26.03.2015

Grundschule und Wahlfreiheit

Die CDU-Fraktion fordert es seit langem und unterstützt dabei die Forderung der Eltern von Schulkindern: Die Wahlfreiheit bei der Betreuung an Grundschulen. „Das heißt, dass neben der grundsätzlich zu befürwortenden Ganztagesgrundschule auch der Halbtagesbetrieb aufrechtzuerhalten bleibt. Denn viele wollen keine starre Ganztagsschule mit Anwesenheitspflicht bis 16 Uhr, sondern brauchen flexible Betreuungsangebote“, erklärt Stadträtin Nicole Porsch.

Die Erfahrung zeigt, dass die tatsächliche Wahlfreiheit zwischen Halbtagsschule mit zusätzlichen Angeboten und der Ganztagesschule weiter schwindet. In der Praxis wird seitens der Verwaltungen von Land und Kommunen das Konzept von der Ganztagesschule konsequent verfolgt mit der Begleitkonsequenz, dass das außerschulische Freizeit- und Bildungsangebot für die weniger werdenden „Halbtagesschüler“ abnimmt.

„Die Halbtagsschule droht an Bedeutung zu verlieren, und mit ihr gehen gewachsene Strukturen einer gut funktionierenden sowie sinnvollen Freizeitbeschäftigung außerhalb der Schule verloren“, so Stadträtin Iris Ripsam und Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz ergänzt: „Bei aller Befürwortung und Berechtigung der Ganztagesschule ob ihrer Vorzüge, ist auch dem Wunsch nicht weniger Eltern Rechnung zu tragen, mehr wertvolle Zeit mit den Kindern verbringen zu können, was nur das Konzept der Halbtagesschule ermöglicht.“

Anders als in vielen Städten gab es in Stuttgart keine Umfrage, was Familien wirklich wollen: nur Ganztagsschule mit Anwesenheitspflicht? Oder auch Schulen mit flexibler Betreuung? Eine solche Elternbefragung – wie sie die CDU-Fraktion bereits beantragt hatte – wurde von der linken Mehrheit im Verwaltungsausschuss vor einem Jahr leider abgelehnt. Doch erkennt man zwischenzeitlich auch außerhalb der CDU die Negativ-Entwicklung von weniger Angeboten bei der Halbtagsschule in der unmittelbaren Umgebung beziehungsweise im Stadtbezirk, was den Einsatz für besagte Wahlfreiheit allgemein verstärkt.

„Uns ist wichtig, dass aufgrund der Gleichwertigkeit beider Grundschulvarianten die Verwaltung zur Stärkung des Bildungs- und Freizeitangebots an Halbtagsschulen beiträgt“, betont der schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Fred-Jürgen Stradinger und Alexander Kotz führt aus: „Wir fordern die Verwaltung zudem auf darzulegen, wie in den Stuttgarter Stadtbezirken dauerhaft ein Angebot an Halbtagesgrundschulen mit zusätzlichen Betreuungsangeboten gemäß dem Motto „kurze Beine, kurze Wege“ aufrechterhalten werden kann. In jedem Stadtbezirk bedarf es einer echten Wahlfreiheit.“