Art der Veröffentlichung
Datum
28.03.2013

Grundschulen

CDU-Antrag auf flexible Betreuung abgelehnt

„Es ist kaum nachvollziehbar, wenn die Bedürfnisse der Eltern in Sachen Flexibilisierung bei den Ganztagesgrundschulen und Betreuungsangebot für Halbtagesschulen nicht so weit aufgegriffen werden, wie es von städtischer Seite aus eigentlich möglich wäre“, kommentieren die Stadträte Alexander Kotz und Iris Ripsam das ablehnende Abstimmungsverhalten der Gemeinderatsmehrheit in Bezug auf ihren Antrag.

Beantragt hatte die CDU, dass das praktizierte Modell der „Außerschulischen Bildung und Betreuung“ bei Grundschulen mit Halbtageszug fortgesetzt, ausgebaut oder eingeführt werden kann. Jetzt wird das Projekt an den Grundschulen, wo man es bereits praktiziert, beendet. Die Möglichkeit, dieses Programm je nach Bedarf täglich bis 17 Uhr anzubieten, wurde abgelehnt.

Auch bei der Option, das Kind an der Ganztagesgrundschule je nach Bedarf bis 15 Uhr oder 16 Uhr zu lassen, geht Flexibilität verloren, da das Kind nur in begründeten Fällen bereits vor 16 Uhr die Schule verlassen darf. Dabei findet hier kein Unterricht statt – es ist eine reine Betreuungsstunde. Und auch das von den Bürgerlichen geforderte „Mehr“ an Flexibilisierung, indem an (teil-) gebundenen Ganztagesgrundschulen für Halbtagesklassen die Verlässliche Grundschule um eine Stunde von 14 Uhr aus 15 Uhr ausgedehnt wird, fand keine Mehrheit.

Iris Ripsam: „Die Eltern müssten doch die Entscheidungsfreiheit haben, ihr Kind etwa nur an einem Tag in der Woche in die Nachmittagsbetreuung zu schicken und es an den anderen Nachmittagen lieber selbst zu betreuen.“ „Doch diese Wahlfreiheit gibt es nun – wohl aus ideologisch motivierten Gründen – nicht, was für viele Eltern wirklich bedauerlich ist“, so Alexander Kotz.