Art der Veröffentlichung
Datum
14.02.2013

Grundschulkinder-Betreuung

CDU bleibt trotz Ablehnung bei Forderung nach Wahlfreiheit

Stuttgart hat sich auf den Weg gemacht, überall dort gebundene Ganztagesgrundschulen anzubieten, wo Schulleitung, Lehrer und Eltern sich gemeinsam dafür entscheiden. „Wir unterstützen dieses Ziel, ist doch die gebundene Ganztagesgrundschule für viele Familien ein dringend benötigtes Angebot“, sagt Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz. Die CDU-Fraktion habe aber immer auch eine echte Wahlfreiheit für die Eltern in Bezug auf den Betreuungsumfang an Grundschulen gefordert. Darunter seien alternative Betreuungsangebote außerhalb der gebundenen Ganztagesgrundschule zu verstehen. Einer faktischen Wegnahme der Wahlfreiheit – dadurch dass es bei Halbtagesgrundschulen oder teilgebundenen Ganztagesgrundschulen trotz Bedarfs keine Angebote für flexible Nachmittagsbetreuung mehr gibt – setzt sich die CDU entgegen.

Die CDU-Fraktion hatte deshalb beantragt, dass bei der Entscheidung darüber, ob eine Grundschule gebundene Ganztagesschule werden soll oder nicht, nicht nur der Anreiz der Landesregierung in Form von mehr finanziellen Mitteln und Stellen in die Waagschale fällt, vielmehr sollte gerade die Meinung der Eltern hier eine entscheidende Rolle spielen. Alexander Kotz: „An Standorten, an denen weiterhin Halbtagesgrundschulen oder teilgebundene Ganztagesgrundschulen bestehen, müssen aus unserer Sicht ergänzende Angebote wie Kernzeitbetreuung, Schülerhaus oder Horte dauerhaft angeboten werden. Diese Angebote müssen die spezifischen Anforderungen der Eltern beim Betreuungsumfang so weit wie möglich berücksichtigen.“ 

Leider hat die im Antrag formulierte Position der CDU-Fraktion keine mehrheitliche Zustimmung im Gemeinderat gefunden. Grüne, SPD und SÖS/Linke lehnten ab – auch vom Oberbürgermeister wurde sie nicht unterstützt.