Art der Veröffentlichung
Datum
04.08.2016

Grundschulumwandlung

Im Jahr  2011 wurde per Gemeinderatsbeschluss die Entscheidung für die Einrichtung und den Ausbau von Ganztagsschulen getroffen. Das sogenannte Stuttgarter Modell bedeutet im Endausbau, dass die Kinder der Ganztagsklassen Anwesenheitspflicht an vier Nachmittagen haben, die Kinder der Halbtagsklassen können bis 14 Uhr betreut werden. Alle Horte sollen abgewickelt werden und Schülerhäuser als Vorstufe zur Ganztagesschule dienen.

„Uns erreichen hierzu zahlreiche Rückmeldungen aus den Schulen, dergestalt, dass diese starre Form der Angebote Betreuungslücken aufgerissen hat“, führt der schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Fred-Jürgen Stradinger, aus. Es bestehe großer Mangel an qualifiziertem Fachpersonal für die Betreuung. 

Eine Vielzahl von Schulen hat bisher keine Mensa. Kinder im Halbtag erhalten oft kein warmes Mittagessen, selbst wenn sie bis 14 Uhr in der Schule sind.

In der Ganztagesbetreuung wird im Sportbereich viel Gutes mit viel Engagement geboten, was aber alles noch ausbaufähig ist. In der Kooperation zwischen Schule und Verein gibt es verstärkt Rückmeldungen, was Angebote und Inhalte angeht, da mehr Wünsche als Möglichkeiten vorhanden sind. 

Stadträtin Nicole Porsch stellt grundsätzlich klar: „Die CDU-Fraktion hat stets – seit Einführung des Stuttgarter Modells für den Erhalt der familienfreundlichen flexiblen Nachmittagsbetreuung wie verlängerte Kernzeit plädiert.“ 

Die Stadt hat für die Umwandlung der Stuttgarter Grundschulen von 2012 bis 2021 mehrere hundert Millionen Euro an Investitionen und Betriebskosten vorgesehen. Die CDU-Fraktion ist der Auffassung, dass fünf Jahre nach Entwicklung des Stuttgarter Modells und nach Umstellung der Hälfte der Schulen es nun an der Zeit ist, eine Qualitätsanalyse vorzunehmen, um die Schulen für die Zukunft kindgerecht aufzustellen. 

Sie hat deshalb beantragt, eine Umfrage an allen Grundschulen durchzuführen. Dadurch soll ermittelt werden, wie es um die Qualität der Betreuung bei den außerschulischen Angeboten bestellt ist. „Wir wollen auch Rückschlüsse ziehen können, ob die Schülerhäuser tatsächlich ein Auslaufmodell darstellen, oder ob sie nicht vielleicht sogar ausgebaut werden sollen“, erklärt die jugendpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Iris Ripsam MdB. Das gelte auch im Hinblick auf den Bedarf nach der vierten Klasse.

Zudem soll die Stadt aufgrund des großen Betreuungsbedarfs im Halbtag und im Schülerhaus darauf hinwirken, dass die Landeszuschüsse für diese Betreuungsformen wieder gewährt werden.