Art der Veröffentlichung
Datum
06.04.2017

Gutes Kita-Anmeldeverfahren

Es geht voran bei der Optimierung des Anmeldeverfahrens in Sachen Kita-Plätze. Den Stein ins Rollen brachte die CDU-Fraktion mit ihrem Antrag „Krippenplätze – es fehlt der Überblick“ vor gut einem Jahr. Darin wies sie zum Vergleich auf ein Online-Portal der Stadt Frankfurt am Main namens „kindernetfrankfurt“ hin, über das 46.500 Betreuungsplätze verwaltet werden. „Wir freuen uns über diesen durch uns beschleunigten Prozess“, so Stadträtin Nicole Porsch.

Aufschlussreich war nun ein Zwischenbericht seitens der Fachverwaltung im Jugendhilfeausschuss. Über KiTS (Kindereinrichtungen in Stuttgart) können Eltern ihr Kind online anmelden. Das gilt für alle Tageseinrichtungen in evangelischer, katholischer und städtischer Trägerschaft. Bis zu zehn Anmeldungen beziehungsweise Kundmachungen für den Bedarf eines Betreuungsplatzes können dabei in die Kartei aufgenommen werden, wobei aus Praktikabilitätsgründen bei Kitas in städtischer Trägerschaft maximal drei Meldungen registriert werden können. Die Platzvergabe erfolgt dann jedoch dezentral, jeweils seitens der Einrichtung beziehungsweise des Trägers.

„Ein echtes Plus dieses weiterentwickelten Online-Anmeldeverfahrens ist, dass sich jetzt alle Träger, also auch die freien Träger daran beteiligen“, erklärt Iris Ripsam, die Sprecherin ihrer Fraktion im Jugendhilfeausschuss. Gut sei ebenso, dass bei erfolgter Platzvergabe, dies den anderen Einrichtungen angezeigt werde, in denen das betreffende Kind ebenfalls vorgemerkt ist. „Der Überblick verbessert sich, das gesamte System gewinnt im Sinne der Eltern mit einem Betreuungsbedarf an Effizienz“, so Iris Ripsam.

Allgemeines Lob gab es dementsprechend seitens der Stadträte für die rasche Weiterentwicklung des Stuttgarter Anmeldesystems seit der letzten Berichterstattung im Jugendhilfeausschuss vor knapp einem Jahr. In Bälde, so hat die Verwaltung im Zuge der mündlichen Berichterstattung in Aussicht gestellt, wird es auch eine Gemeinderatsvorlage geben.

Es bedarf zweifellos des weiteren Ausbaus des Kita-Platzangebots, um dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz genügen zu können. Um die vorhandenen Plätze zielgerichtet verwalten zu können, ist zudem ein zeitgemäßes, das heißt effizientes Kita-Anmeldeverfahren unabdingbar. Hier ist man auf einem guten Weg – das System funktioniert  mittlerweile überaus zuverlässig. „Uns hat die Präsentation im Ausschuss überzeugt“, so Iris Ripsam. Die CDU wird die Anwendung von KiTS sowie die Weiterentwicklung des Bereichs Kita-Plätze insgesamt konstruktiv weiterbegleiten.