Art der Veröffentlichung
Datum
15.02.2018

Hallenzeiten für Sportvereine

Mit der neuen „Kinder-Sport-Karte“ wurde auf Antrag der CDU-Fraktion in den vergangenen Haushaltsberatungen die Möglichkeit geschaffen, dass jedes Kind in Stuttgart zu seinem vierten Geburtstag einen Gutschein im Wert von 50 Euro erhält. Dieser Gutschein kann in einem der rund 400 Sportvereine eingelöst werden und soll für jedes Kind dieses Alters die Chance bieten, ein nach seinen individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten gestaltetes Bewegungsangebot in Anspruch zu nehmen.

 

„Erfahrungsgemäß gibt es in unserer Stadt fast flächendeckend das Problem, über zu wenig Hallenkapazitäten zu verfügen“, erklärt Stadtrat Jürgen Sauer. „Durch zusätzliche Nachfrage im Zusammenhang mit der neuen ‚Kinder-Sport-Karte’ wird sich diese Situation für die Turnabteilungen und andere Hallensportarten voraussichtlich verschärfen. Wir wissen, dass wir dafür eine umfassende Lösung finden müssen, die mittelfristig nur heißen kann, mehr Sporthallen in Stuttgart zu bauen“, so der Sprecher der CDU-Fraktion im Verwaltungsausschuss weiter.

 

Eine kurzfristige Möglichkeit, an zusätzliche Hallennutzungszeiten zu kommen, könnte darin bestehen, mit den Trägern all derjenigen Sporthallen in der Stadt Kontakt aufzunehmen, die bisher für die Sportvereine verschlossen geblieben sind oder derzeit nur teilweise durch sie genutzt werden können. Dabei handelt es sich um Sporthallen von privaten, kirchlichen und anderen freien Trägern. Nach Ansicht von Jürgen Sauer sollen bei den Gesprächen die Gründe dafür herausgearbeitet und gemeinsam darüber nachgedacht werden, wie mögliche Hindernisse beseitigt und einvernehmliche Nutzungsmodelle entwickelt werden können.

 

Die CDU-Fraktion hat deshalb beantragt, dass die Stadtverwaltung rasch Kontakt mit den Trägern seither nicht oder nur teilweise durch Sportvereine genutzten Sporthallen in Stuttgart aufnimmt, die sich aus fachlicher Sicht für den Trainings- und möglicherweise auch für den Spielbetrieb eignen würden. „Gesprächsziel ist die Klärung, ob es die Möglichkeit zur Öffnung dieser Hallen für unsere Sportvereine gibt.“

Jürgen Sauer: „Außerdem bitten wir die Verwaltung, im Sportausschuss Mitte April über die Ergebnisse dieser Gespräche zu berichten und gegebenenfalls darzulegen, welche Hindernisse im Einzelnen einer öffentlichen Nutzung entgegenstehen und wie sie beseitigt werden können.“ Selbstredend müsse dabei auch darauf eingegangen werden, welche Voraussetzungen im Einzelnen zu erfüllen wären, um den Sportvereinen die jeweilige Halle auf Dauer zu öffnen.