Art der Veröffentlichung
Datum
04.05.2017

Horte kleiner Träger

Die Angebots- und Trägervielfalt in der Kinder- beziehungsweise Schülerbetreuung in Stuttgart ist gewollt und sie ist gut. Die Familien in der Stadt profitieren davon, haben sie doch die grundsätzliche Möglichkeit, sich die Trägerform und das Betreuungskonzept auszusuchen, das ihren individuellen Bedürfnissen und Ansprüchen am besten genügt.

„Diese Vielfalt gilt es zu erhalten und entsprechend zu fördern“, stellt Stadträtin Iris Ripsam MdB fest, Sprecherin der CDU-Fraktion im Jugendhilfeausschuss. Das schließe auch die kleinen Träger ein, die mit sehr viel persönlichem Engagement und Eigeninitiative Horte organisierten. Iris Ripsam weiter: „So sind etwa bei Eltern-Kind-Initiativen Hortmodelle anzutreffen, die konzeptionell besonders sind und in der Regel sehr flexibel auf die Ansprüche der Familien reagieren können. Diese Eltern-Kind-Gruppen sind ein wichtiger Bestandteil der vielfältigen Stuttgarter Betreuungslandschaft.“

Die CDU-Fraktion spricht sich nachdrücklich dafür aus, diese Trägerform, die mit ihrem spezifischen Angebotssegment einer nicht unerheblichen Nachfrage nach flexibler Schülerbetreuung entspricht, beizubehalten und zu unterstützen.

In diesem Zusammenhang hat sie deshalb einen Antrag an die Stadtverwaltung gerichtet. Sie möchte unter anderem wissen, in welcher Situation sich die bei kleinen Trägern angesiedelten Horte befinden. „Es ist uns wichtig, hier einfach einmal einen Ist-Stand und einen Gesamtüberblick zu bekommen“, so präzisiert die jugendpolitische Sprecherin der CDU. Gerade die kleinen Träger müssten auch für die Kommunalpolitik in der Stadt „sichtbarer“ werden, um dementsprechend in der Betreuungslandschaft besser erkannt und berücksichtigt werden zu können.

Beantragt hat die CDU-Fraktion desweiteren, dass sich die Stadtverwaltung für Fördermittel des Landes für Hortplätze von Eltern-Kind-Initiativen und ähnlichen Gruppen einsetzt.

Die Fraktion drängt auf rasche Informationen seitens der Fachverwaltung im Jugendhilfeausschuss. „Gerade der Situationsbericht ist für uns von Bedeutung – wir legen Wert darauf, die von der Stadt verfolgte Konzeption der Kinder- und Schülerbetreuung im Detail mitgeteilt zu bekommen.“

Den Finger in die Wunde gelegt zu haben, ist hier nicht ganz der richtige Ausdruck, trifft aber insofern das Thema, als dass die CDU die grundsätzliche Förderwürdigkeit beziehungsweise Anerkennung kleiner Träger in die öffentliche Wahrnehmung rückt. „Und genau damit erreichen wir bereits ein entscheidendes Ziel“, stellt Stadträtin Iris Ripsam zufrieden fest.