Art der Veröffentlichung
Datum
26.01.2017

IBA - aussichtsreiche Perspektive

Die öffentliche Diskussion über eine mögliche Internationale Bauausstellung (IBA) in Stuttgart im Jahr 2027 wird in diesem Jahr weiter Fahrt aufnehmen. So hat in seiner letzten Sitzung in 2016 der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, eine Teilnahme an der Bauausstellung vorzubereiten. Diese würde dann genau 100 Jahre nach dem Bau der Weißenhofsiedlung am Killesberg stattfinden.

Nun wird es also konkreter, dergestalt, dass man sich darüber Gedanken machen muss, welche Fragestellungen eine solche IBA Stuttgart behandeln möchte. Im Kern – soweit herrscht bereits Konsens – soll es um die zukünftige Verbindung von Wohnen und Arbeiten gehen. Ein visionärer Ansatz ist dieser Aufgabe zweifellos immanent. Das ist gut so und auch erforderlich, sollen von einer IBA doch innovative Lösungen ausgehen. „Für uns macht eine solche Aufgabenstellung im Rahmen einer IBA grundsätzlich Sinn“, erläutert Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz. „Denn für Stuttgart bedarf es einer Vision. Wir haben mit einem weitreichenden Antrag die Erforderlichkeit einer Vision 2030 aufgezeigt. Auch in einer interfraktionellen Anfrage haben wir im Sommer 2014 das Thema IBA in Stuttgart bereits aufs kommunalpolitische Tapet gebracht.“

Der Verband Region Stuttgart und die Landeshauptstadt Stuttgart müssen zweifellos die treibenden Kräfte bei der Weiterverfolgung einer IBA Stuttgart sein. In diesem Zusammenhang ist es begrüßenswert, dass der Gemeinderat einstimmig den Beschluss gefasst hat, einen IBA-Beauftragten zur Koordination seitens der Landeshauptstadt einzusetzen. Räumliches Herzstück einer IBA wäre das neue Rosensteinquartier,  aber auch andere innovativ zu gestaltende Flächen in der Stadt und in der Region sollten eingebunden werden. Der einheitliche Guss, aus dem die Flächen entwickelt werden würden, wäre das übergeordnete Leitbild für eine zukunftsweisende Verbindung von Arbeiten und Wohnen und sicher auch Mobilität.

Stadtrat Dr. Carl-Christian Vetter: „Es ist eine großartige Idee, dass 100 Jahre nach der Eröffnung der weltweit bekannten Weißenhofsiedlung im Jahr 2027 die Lösungsansätze für die städtebaulichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts wieder bei uns in der Stadtregion Stuttgart gesucht werden sollen.“ Nicht mehr zeitgemäße und manchmal historisch bedingte trennende Individualinteressen der Städte und Gemeinden in der Region müssten überwunden werden. Es bestehe die Chance, die Region und die Stadt mit einem weiteren Stern zu veredeln. „Wir freuen uns auf den beginnenden Diskussionsprozess."