Art der Veröffentlichung
Datum
03.12.2015

Integrationsstrategie gefragt

Im aktuellen „Krisenmodus“ der Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge, die Stuttgart zugeteilt werden, leisten die Stadtverwaltung sowie die haupt- und ehrenamtlichen Helfer eine hervorragende Arbeit.

Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz: „Die CDU-Fraktion bedankt sich bei allen aktiv Beteiligten für diesen Einsatz, der unser aller Respekt verdient. Und wir danken den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis, dass wir denjenigen, die vor Terror, Krieg und Folter aus ihren Heimatländern fliehen mussten, eine Unterkunft zur Verfügung stellen, auch wenn sich dadurch Einschränkungen, wie etwa durch die Belegung von Turnhallen ergeben.“ Stadtrat Thomas Fuhrmann fügt hinzu: „Viele deutsche Stadtverwaltungen und Stadtgesellschaften können sich hier ein Beispiel nehmen. Mit diesem gemeinsamen Engagement schaffen wir es, bestmöglich die mit der großen Zahl an Flüchtlingen einhergehenden enormen Aufgaben zu schultern.“

Auch wenn im bestehenden „Krisenmodus“ alle Kräfte auf die Bewältigung der Aufgabenfülle ausgerichtet sind, so gilt es doch auch, den Blick in die Zukunft zu werfen.

Die Asylverfahren sollen beschleunigt werden. Dadurch wächst die Zahl der Flüchtlinge, die entweder zeitweise begrenzt oder dauerhaft einen Aufenthaltsstatus erhalten. Und daraus ergeben sich neue Aufgaben für die Stadt, wie die Bereitstellung von Wohnraum, der Ausbau von Sprachkursangeboten, die Vermittlung in Kindergärten und Schulen, das Ausbildungsangebot und die Eingliederung in das Arbeitsleben sowie die gesamtumfängliche Integration in die Stadtgesellschaft.

Hinzu kommt, dass mit einem Zuzug anerkannter Flüchtlinge aus dem ländlicheren Raum nach Stuttgart zu rechnen ist, weil in den Großstädten die Angebote für die Menschen unterschiedlicher Nationalitäten am vielfältigsten sind.

In ihrem Gesamtumfang werden die Aufgaben folglich zunehmen. „Um dies alles bewältigen zu können, fordern wir die Landesregierung auf, diejenigen in ihre Heimatländer konsequent und zeitnah zurückzuführen, deren Antrag abgelehnt wurde oder deren Aussicht auf Anerkennung aussichtslos ist“, erklärt Alexander Kotz.

In Anbetracht der sich abzeichnenden zukünftigen Aufgaben, die man weiter erfolgreich lösen möchte, fordert die CDU-Fraktion die Stadtverwaltung auf, eine Strategie zur Integration der anerkannten Flüchtlinge zu erarbeiten. Hierbei sollen, so der CDU-Antrag, alle Partner, wie insbesondere die Flüchtlingsfreundeskreise, Schulen, Unternehmen, Kammern, Verbände, Vereine, die Arbeitsagentur und das Jobcenter einbezogen werden.