Art der Veröffentlichung
Datum
20.03.2015

Interkommunales Gewerbegebiet jetzt wiederbeleben

CDU-Fraktion greift wichtiges Wirtschaftsthema auf und fordert weitere Planungsschritte, um zügig voranzukommen

Begrenztes Angebot, hohe Nachfrage und explodierende Preise: Die Situation auf dem Stuttgarter Immobilienmarkt ist und bleibt angespannt. Zahlreiche namhafte Unternehmen haben in den vergangenen Jahren aufgrund fehlender Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der städtischen Gemarkung Stuttgart den Rücken gekehrt und sich in die preislich attraktivere Region verabschiedet. Nicht zuletzt wegen drohender Rückgänge des Gewerbesteueraufkommens war der Aufschrei jeweils groß und die Suche nach politischen Lösungen und Konzepten erfolgte reflexartig.

Um hier sozusagen ein Instrument an die Hand bekommen, mit dessen Hilfe zukünfig solche Fehlentwicklungen nach Möglichkeit verhindert werden, ist unlängst der Unterausschuss ´Entwicklungskonzeption Wirtschaftsflächen für Stuttgart´ gegründet worden. „Das ist ein richtiger Schritt. Sich in einem eigenen Unterausschuss mit diesem Thema zu befassen, ist aufgrund seiner Dringlichkeit und Bedeutung nachdrücklich geboten“, kommentiert Stadtrat Dr. Fabian Mayer. Denn Stuttgart müsse als wirtschaftsstarker Standort mit entsprechendem Arbeitsplatzangebot erhalten bleiben.

Nicht mit der Einrichtung des Unterausschusses verbunden, aber dennoch Wirtschafts- beziehungsweise Gewerbeflächen betreffend, ist ein Projekt, das etwas aus den Augen geraten ist, aber angesichts des unstreitigen Flächenbedarfs eine neue, vertiefte Betrachtung verdient: Das interkommunale Gewerbegebiet zwischen Stuttgart und Leinfelden-Echterdingen. Joachim Rudolf, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion erläutert: „Von beiden Kommunen einst als vielversprechende Perspektive bewertet, ist es nach vagen Absichtserklärungen und kleinteiliger Kommunikation still um dieses Zukunftsprojekt geworden.“ Dabei müsste das interkommunale Gewerbegebiet angesichts des Flächenproblems der Kommune eigentlich aktueller und gefragter sein denn je. Es verspreche ein enormes Entwicklungspotenzial und optimale Anbindung an Autobahn, Flughafen und künftig auch Bahn.

Die CDU-Fraktion möchte deshalb das Thema interkommunales Gewerbegebiet intensiv in Bälde im Wirtschaftsausschuss behandeln, was gleichermaßen bedingt, über den Kesselrand zu schauen.

„Uns beschäftigen mehrere Punkte in diesen Zusammenhang, zu welchen wir einen Bericht wünschen“, sagen die beiden Stadträte  Dazu gehörten Auskünfte über den Stand der Planungen zum interkommunalen Gewerbegebiet genauso wie über den aktuellen Stand der Besprechungen zwischen den Städten Leinfelden-Echterdingen und Stuttgart. „Natürlich interessiert uns die Einschätzung der Stadtverwaltung zur Machbarkeit beziehungsweise Umsetzbarkeit eines solchen Projektes“, sagt Dr. Fabian Mayer. „Wir wollen aber auch den nächsten Schritt machen und deshalb wissen, welchen Varianten zur bisherigen Planung denkbar sind“, so Joachim Rudolf. Vielleicht könne ja zunächst auch ein Teilgebiet entwickelt werden. 

Wichtig ist der CDU-Fraktion, dass dieses Thema nicht mehr auf die lange Bank geschoben wird, sondern jetzt Schritt für Schritt damit weiterzukommen.