Art der Veröffentlichung
Datum
15.05.2015

Interkommunales Gewerbegebiet

Begrenztes Angebot, hohe Nachfrage und explodierende Preise: Die Situation auf dem Stuttgarter Immobilienmarkt ist und bleibt angespannt. Zahlreiche namhafte Unternehmen haben in den vergangenen Jahren aufgrund fehlender Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der städtischen Gemarkung Stuttgart den Rücken gekehrt und sich in die preislich attraktivere Region verabschiedet. Nicht zuletzt wegen drohender Rückgänge des Gewerbesteueraufkommens war der Aufschrei jeweils groß und die Suche nach politischen Lösungen und Konzepten erfolgte reflexartig.

„Eine durchaus interessante, wenngleich noch nicht ganz klare Perspektive für die Entwicklung von Wirtschafts- beziehungsweise Gewerbeflächen ist ein Projekt, das etwas aus den Augen verloren gegangen ist, angesichts des unstreitigen Flächenbedarfs aber eine neue, vertiefte Betrachtung verdient: ein interkommunales Gewerbegebiet zwischen Stuttgart und Leinfelden-Echterdingen gelegen“, erklärt Stadtrat Dr. Fabian Mayer. Joachim Rudolf, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, erläutert: „Von beiden Kommunen einst als vielversprechende Perspektive bewertet, ist es nach vagen Absichtserklärungen und kleinteiliger Kommunikation still um dieses Zukunftsprojekt geworden.“ Dabei müsste das interkommunale Gewerbegebiet angesichts des Flächenproblems eigentlich aktueller und gefragter sein denn je. Es verspreche ein enormes Entwicklungspotenzial und optimale Anbindung an Autobahn, Flughafen und künftig auch Bahn.

Die CDU-Fraktion möchte deshalb das Thema interkommunales Gewerbegebiet intensiv und in Bälde im Wirtschaftsausschuss behandeln, was gleichermaßen bedingt, über den Kesselrand zu schauen. 

„Uns beschäftigen mehrere Punkte in diesen Zusammenhang, zu welchen wir einen Bericht wünschen“, so die beiden Stadträte. Dazu gehören Auskünfte über den Stand der Planungen zum interkommunalen Gewerbegebiet genauso wie über den aktuellen Stand der Besprechungen zwischen den Städten Leinfelden-Echterdingen und Stuttgart. „Natürlich interessiert uns die Einschätzung der Stadtverwaltung zur Machbarkeit beziehungsweise Umsetzbarkeit eines solchen Projektes“, sagt Dr. Fabian Mayer. „Wir wollen aber auch den nächsten Schritt machen und deshalb wissen, welche Varianten zur bisherigen Planung denkbar sind“, so Joachim Rudolf. Vielleicht könne ja zunächst auch ein Teilgebiet entwickelt werden. 

Wichtig ist der CDU-Fraktion, dass dieses Thema nicht mehr auf die lange Bank geschoben wird. Denn den Wirtschaftsstandort stärken und Arbeitsplätze erhalten, ist eine stetige Aufgabe.