Art der Veröffentlichung
Datum
22.06.2017

Ist denn schon Weihnachten?

Weihnachten ist zwar noch nicht, schaut man aber den Antrag der CDU-Fraktion und die Berichterstattung in der Presse darüber an, wird man quasi um ein halbes Jahr nach vorne geschleudert – sozusagen direkt auf den Weihnachtsmarkt und seine Konzerte im Hof des Alten Schlosses. Um letztere geht es: Die vielen Konzerte beziehungsweise musikalischen Auftritte im Innenhof des Alten Schlosses sind Teil des attraktiven Rahmenprogrammes des weithin bekannten und beliebten Stuttgarter Weihnachtsmarkts. Menschen aus nah und fern zieht der Weihnachtsmarkt mit seinen Darbietungen etwa in Form von Konzerten und Chorgesängen an.  

Nun hört man, dass donnerstags dort am Alten Schloss keine solchen Konzerte mehr stattfinden sollen, wohl aufgrund längerer Öffnungszeiten des Landesmuseums an diesen Tagen.

Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz erklärt: „Fakt ist jedenfalls, dass bei einer Reduzierung der Anzahl der Konzerte der Weihnachtsmarkt an Attraktivität erheblich einbüßen würde.“ Ohnehin sei der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr aufgrund der kalendarischen Besonderheit sehr kurz und gerade die Donnerstage seien doch immer die ganz besonderen Tage, sowohl für den Weihnachtsmarkt als auch für den Handel in der Stuttgarter Innenstadt. Hier auf potenzielle Besucherströme zu verzichten, könne nicht im Interesse der Stadt sein.

„Für eine solche Maßnahme, soll sie denn tatsächlich so angedacht sein, fehlt uns wirklich jedwedes Verständnis“, so Alexander Kotz. Hier bedürfe es Klarheit und deshalb habe die CDU-Fraktion einen Antrag an die Stadtverwaltung gestellt. „Unser Ansinnen ist, die bei den Hiesigen und Besuchern so beliebten Veranstaltungen beziehungsweise Weihnachtskonzerte am Alten Schloss nach Möglichkeit in der bisherigen Form und voll umfänglich zu erhalten.“

Die CDU-Fraktion bittet die Verwaltung beziehungsweise die Veranstaltungsgesellschaft in.stuttgart darum, den Gemeinderat zeitnah im Ausschuss über die Situation in Bezug auf die im Raume stehende Konzertreduzierung zu unterrichten.

Geprüft haben möchte sie desweiteren, ob wegen der sehr kurzen Dauer des Weihnachtsmarkts in diesem Jahr an manchen Tagen eventuell zwei Konzerte an einem Abend stattfinden können. Die mittlerweile längeren Öffnungszeiten des Weihnachtsmarktes sprächen für diese Überlegung – auch müsste man somit nicht so viele in den Chören und Orchestern engagierte Ehrenamtliche, die seit vielen Jahren dort auftreten, mit einer Absage vor den Kopf stoßen. „Wir bleiben am Ball.“