Art der Veröffentlichung
Datum
02.03.2016

Keine Halbtagsklassen an Grundschulen?

Stadträtin Nicole Porsch: "Eine Klarstellung tut not"

Die  Ausgabe des Stuttgarter Amtsblattes vom 18. Februar 2016 enthält acht Seiten, die an Eltern gerichtet sind, deren Kinder im kommenden Schuljahr eingeschult werden. Mit einer persönlichen Anrede „Liebe Eltern“ werden anschließend die Voraussetzungen für die Schulanmeldung mitgeteilt und die Zugehörigkeit der Familien zu Schulbezirken erklärt. Eine Legende erklärt, dass es Schulen mit Grundschulförderklassen, Hort an der  Schule, Ganztagesgrundschulen, etc. gibt. 

Ebenso wird erklärt, dass die Stadt Stuttgart bis 2020 flächendeckend Ganztagesgrundschulen einführen will.

„So weit so gut“, sagt Stadträtin Nicole Porsch. Doch leider würde in der gesamten Darstellung für die Eltern mit keinem Wort erwähnt, dass die meisten der als Ganztagsschulen aufgeführten Grundschulen, Schulen in Wahlform seien. „Das heißt, dass diese Schulen sehr wohl auch Halbtagsklassen anbieten und die Eltern zwischen Halbtags- und Ganztagsbeschulung wählen können“, stellt Nicole Porsch klar. Andere Schulen, wie zum Beispiel die Grundschule Burgholzhof sei mit keinerlei Sortierungskriterium versehen worden.

„Wenn man als Stadt eine Information für seine Bürger anbietet, sollte diese auch umfassend und neutral sein!“

Gemeinsam mit den Fraktionsmitgliedern Iris Ripsam und Fred-Jürgen Stradinger hat Nicole Porsch deshalb einen Antrag an die Stadtverwaltung initiiert. Die Forderung darin ist, eine eindeutige umfassende Information zur Möglichkeit der Halbtagsbeschulung im Amtsblatt zu geben. „Sofern weitere Informationen seitens der Stadt an die Eltern geplant sind, sollte sichergestellt sein, dass auf die Möglichkeit der Ganz - und Halbtagsbschulung gleichwertig hingewiesen wird.“