Art der Veröffentlichung
Datum
26.05.2011

Kinderbetreuung

Unternehmen brauchen Verlässlichkeit

Unternehmen beklagen sich vermehrt über die immer wieder ausfallenden Stunden der Kinderbetreuung in städtischen Einrichtungen. Seien es kranke Mitarbeiterinnen oder gar Schließzeiten aufgrund bestimmter Krankheiten von Kindern oder etwa Streik. Die Konsequenz ist, dass ein Elternteil nicht der eigenen Arbeit nachgehen kann, sollte sich kurzfristig nicht eine anderweitige Betreuungsmöglichkeit auftun. Für viele Unternehmen ist es unverständlich, dass die Stadt als Leistungserbringer in solchen Fällen nicht über der Situation angemessene Ersatzpläne verfügt, sondern stattdessen die Problemlösung einfach in die Unternehmen verlagert.

„Wenn Mitarbeiter krank sind und der Unternehmer die mit dem Kunden vereinbarte Leistung deshalb nicht erbringt, wird dieses Unternehmen vermutlich nicht lange am Markt bestehen“, erklärt Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz. Tatsächlich gibt es aber im „Konzern Stadt“ Beispiele dafür, dass es auch anders geht. „Wir können uns nicht entsinnen, dass aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle von Mitarbeitern eine Stadtbahn der SSB einmal nicht fuhr“, so Stadtrat Alexander Kotz. Sein Kollege Joachim Rudolf, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU, fügt an, dass zu einer kinderfreundlichen Stadt auch gehöre, dass Eltern und deren Arbeitgeber sich auf die Leistungserbringung – für die die Eltern ja bezahlen – verlassen können.

Deshalb fordert die Fraktion, die Thematik im Wirtschaftsausschuss zu diskutieren, insbesondere unter den Fragestellungen, wie häufig die städtische Kinderbetreuung nicht in Gänze erbracht wird und was die Gründe dafür sind. Ziel müsse sein, tragfähige Lösungen für alle Beteiligten zu finden. Hilfreich kann dabei sein, Vergleiche mit anderen Großstädten anzustellen, genauso wie, die Wirtschaftsverbände in die Entwicklung bedarfsgerechter Betreuungskonzepte und -pläne einzubinden.