Art der Veröffentlichung
Datum
19.02.2018

Kita-Betreuung - Räume vorhanden, Personal fehlt

Mit gezielten Maßnahmen Fachpersonal für die einzelne Kita finden

Im Jugendhilfeausschuss wurde mit dem Jahresbericht 2017 über die Entwicklung der Kindertagesbetreuung informiert. Die gute und mit vielen Detailangaben versehende Vorlage ist überaus aufschlussreich im Hinblick auf die verschiedenen Versorgungsquoten und zukünftigen Bedarfe in Sachen Kita-Betreuung.

So hat sich die Zahl der Kleinkindplätze in den vergangenen neun Jahren mehr als verdoppelt, wenngleich festzustellen ist, dass der Versorgungsgrad aufgrund des hohen Anstiegs der Kinderzahlen in den letzten drei Jahren nicht so stark gestiegen ist wie in den Jahren vor 2014.

Mit der Finanzmittelbereitstellung durch den Gemeinderat konnte die Platzzahl in der Kita-Betreuung in den vergangenen Jahren erheblich ausgebaut werden. Allein in den Jahren 2018 und 2019, so hat der Gemeinderat mit dem Doppelhaushalt beschlossen, sollen weitere rund 3,9 Mio. Euro und 10,3 Mio. Euro in den Um- und Ausbau der Kindertagesbetreuung fließen.

„Was in diesem Kontext jedoch betrübt, ist der Mangel an Fachkräften“, konstatiert die Sprecherin der CDU-Fraktion im Jugendhilfeausschuss, Iris Ripsam. Das bedeutet, dass der Personalaufbau mit dem quantitativen Platzausbau in der Kita-Betreuung nicht Schritt hält. Laut Vorlage waren aufgrund des Personalmangels zum Stichtag 1.3.2017 für unter Dreijährige rund 350 Plätze beim städtischen Träger und rund 170 Plätze bei den freien Trägern nicht belegbar.

Dass somit 520 Kitaplätze in dafür vorhandenen Räumlichkeiten leer bleiben, ist überaus bedauerlich, um nicht zu sagen schmerzlich. Eine Schwerpunktsetzung auf die Gewinnung von Fachkräften ist daher unerlässlich. Um dies nachhaltig und dementsprechend mit noch zielsichereren Maßnahmen zu erreichen, bedarf es einer genaueren Analyse dessen, wo genau und wie lange Stellen nicht besetzt beziehungsweise Räume nicht belegt worden sind.

„Wir haben deshalb eine aussagekräftige Übersicht darüber beantragt“, so Stadträtin Iris Ripsam, „an welchen Standorten in den einzelnen Stadtbezirken Räume nicht bespielt werden. Das heißt konkret: wie viele Plätze am jeweiligen Standort nicht belegt sind und wie viele Fachkräfte jeweils fehlen.“

Ergänzend hat ihre Fraktion eine schriftliche und im Jugendhilfeausschuss zu diskutierende Stellungnahme zu den Fragestellungen beantragt, welche Maßnahmen Anwendung finden können, um noch gezielter für den jeweiligen Kita-Standort Fachpersonal zu gewinnen und wie das Gesamtkonzept ausgerichtet werden muss, um neben dem Kita-Ausbau auch den korrespondierend erforderlichen Personalaufbau bestmöglich zu betreiben.