Art der Veröffentlichung
Datum
21.04.2016

Kita-Plätze - CDU gibt Impuls

Es war nicht absehbar, es kam vielmehr überraschend: Ein großer Dank an die CDU-Gemeinderatsfraktion seitens der Stadtverwaltung, insbesondere von Bürgermeisterin Isabel Fezer in der öffentlichen Sitzung des Jugendhilfeausschusses. Auch andere Fraktionen schlossen sich dem Dank an.

Aber der Reihe nach. Die CDU-Fraktion hatte in einem Antrag von Januar dieses Jahres das Thema Krippenplätze aufgeworfen. Denn trotz des seit 1. August 2013 in Deutschland bestehenden Rechtsanspruchs auf einen Krippenplatz fehlen Betreuungsplätze und vor allem der Überblick darüber. „Das eigentliche Manko besteht in der Unkenntnis der Eltern über die vorhandenen freien Plätze“, erläutert Stadträtin Nicole Porsch. Deshalb wäre es für eine rasche und zielgerichtete Suche von Vorteil, wenn sich die betroffene Familie einen kompletten Überblick über die zur Verfügung stehenden freien Plätze machen könnte. Voraussetzung hierfür, so die CDU-Fraktion in ihrem Antrag, sei ein zentrales Erfassungssystem. „Denn dadurch würde die Platzvermittlung effizienter verlaufen“, so Nicole Porsch. Idealerweise funktioniere so ein System über eine Online-Plattform. Zwar wurde in Stuttgart vor drei Jahren eine Online-Anmeldung eingeführt, doch funktioniert diese nicht so richtig.

„Aus diesem Grund haben wir das Online-Portal „kindernetfrankfurt“ ins Spiel gebracht, das zwar noch recht neu, aber sehr vielversprechend ist. Wir hatten beantragt, dass sich die Stuttgarter Fachverwaltung bei den Kolleginnen und Kollegen in Frankfurt am Main, immerhin eine durchaus in Größe und Struktur vergleichbare Stadt, informiert, wie das dortige Online-Portal zur Kinderbetreuung funktioniert.“ Denn immerhin seien dort 46.500 Betreuungsplätze abrufbar.

Die Berichterstattung im Jugendhilfeausschuss brachte denn auch klare Vorteile des Frankfurter Systems gegenüber dem in Stuttgart eingeführten „KiTS“ zutage. Zwar sei es noch zu früh, um über Erfahrungswerte zu sprechen, da das in Frankfurt vergangenen November gestartete System sich noch in der Bewährungsprobe befände, doch vieles spricht dafür, dass es erfolgreich ist. Bürgermeisterin Isabel Fezer machte keinen Hehl daraus, dass sie das Frankfurter Modell übernehmen wolle und dabei alle mit an Bord nehmen werde – sämtliche freien Träger müssten hier mit von der Partie sein.

„Wir freuen uns, dass wir den Impuls für ein sicher effizientes Erfassungssystem in Sachen Kita-Plätze geben konnten und genauso über die Anerkennung beziehungsweise den Dank dafür, der uns im Ausschuss entgegengebracht worden ist.“