Art der Veröffentlichung
Datum
11.05.2018

Kitas Freier Träger

Die Kindertagesbetreuung in Stuttgart ist in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut worden. Der Grund dafür sind vor allem gesetzliche Vorgaben beziehungsweise der gesetzliche Anspruch auf einen Kita-Platz korrespondierend mit einer verstärkten Nachfrage nach einem Kita-Platz, um Kinder und Beruf besser vereinbaren zu können.

In Stuttgart besteht eine Trägervielfalt in der Kita-Betreuung, die gewünscht ist und gefördert wird. Die verschiedenen Freien Träger stehen für unterschiedliche pädagogische Konzepte. „Diese Angebotsvielfalt erhöht die Wahlfreiheit für die Eltern, was wir nachdrücklich unterstützen“, so Stadträtin Iris Ripsam, die Sprecherin im Jungendhilfeausschuss der CDU-Fraktion.

Dabei mahnen Vertreter von Freien Trägern immer stärker an, dass die Kosten für die Kita-Betreuung in den letzten Jahren immens gestiegen sind. Ihrer Aussage nach sei der von der Stadt gewährte Zuschuss zur Förderung der Angebote anerkannter Träger nicht mehr ausreichend.

Sollte dem so sein, so sei jedoch auch klar, dass die Stadt trotz derzeit guter Finanzlage nicht ohne weiteres die aus Steuermitteln finanzierten Zuschüsse erhöhen kann. Und Stadträtin Iris Ripsam weiter: „Dennoch muss es ein Anliegen von Politik und Verwaltung sein, dass die kleinen und die großen Freien Träger finanziell so ausgestattet sind, dass die Quantität und vor allem die Qualität in der Kindertagesbetreuung auch in Zukunft gewährleistet sind.

Iris Ripsam: „In Anbetracht dieser Situation haben wir uns veranlasst gesehen, eine offizielle Anfrage an die Stadtverwaltung zu richten.“ So stelle sich etwa die Frage, ob die Fachverwaltung die Argumentation der Freien Träger nachvollziehen kann oder ob sie den von den Freien Trägern dargestellten Sachzusammenhang beziehungsweise deren finanzielle Ausstattung anders beurteilt. In letzterem Fall sei der Grund für die unterschiedliche Einschätzung von Interesse.

Zudem wird erbeten, Möglichkeiten darzustellen, wie die Kostenpauschale für die Freien Träger so gestaltet werden kann, dass die gute Betreuung des Kindes mittel- und langfristig gesichert ist.

Und nicht zuletzt darf in diesem Gesamtkontext der finanzielle Aufwand für die Reinigung der Kitas nicht außer Acht stehen. Da dieser Ausgabenposten ja nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Betreuungsqualität steht, wäre es hilfreich, ihn einmal aus der Kostenpauschale herauszurechnen und somit aufzuzeigen, wie groß er tatsächlich ist.

Auf der Grundlage der Beantwortung der Anfrage möchte die CDU das Thema dann weiterbehandeln.