Art der Veröffentlichung
Datum
06.10.2016

Klau im Weinberg verhindern

In der hiesigen Landwirtschaft sind die Kulturen in hervorragendem Zustand. Insbesondere die Reben auf den 410 Hektar Weinbergen auf Stuttgarter Gemarkung können ein vielversprechender Jahrgang werden. Doch nicht ausschließlich die Witterungsverhältnisse sind ein entscheidender Faktor dafür, sondern auch der, ob die in Aussicht stehende Ernte vor Diebstahl geschützt wird.

Denn festzustellen ist, dass es seit Jahren in zunehmendem Maße Raub und Diebstahl von Feldfrüchten in der gesamten Landwirtschaft gibt. Stadtrat Fritz Currle: „Frappierender Weise wird dabei heute vieles als Mundraub deklariert, was in Zwei- bis Drei-Kilogramm-Plastikbeutel hineingeht. Vom Feld oder vom Weinberg geklaut ist es aber dennoch!“

Als besonders unverfroren in diesem Zusammenhang gilt der Diebstahl, bei dem im Jahr 2014 ein auf Uhlbacher Gemarkung sich befindender Weinberg komplett abgeerntet wurde. Um die 2.000 Kilogramm Trauben im geschätzten Wert von 4.500 Euro nahmen die Diebe mit!  Auch ein Weinberg auf der Gemarkung Untertürkheim wurde von Dieben im Jahr 2015 heimgesucht. Die gestohlene Menge belief sich auf sage und schreibe um die 3.000 Kilogramm hochwertiger Rieslingtrauben mit einem geschätzten Wert von rund 15.000 Euro.

Wie die Polizei auf Nachfrage mitteilt, so Fritz Currle, seien beide Diebstähle bis heute nicht aufgeklärt.

In Anbetracht der Vorfälle wird es immer dringender, die Früchte – welche eben nun mal bis zur wirklichen Reife in der Natur, das heißt an den Sträuchern und Rebstöcken hängen bleiben müssen – besser vor Dieben zu schützen. Dies unterstreicht auch das jüngste Vorkommnis, bei dem in Untertürkheim 150 Kilogramm qualitativ hochwertige Weintrauben im Wert von 1.300 Euro aus dem Weinberg entwendet worden sind.

Fritz Currle macht unmissverständlich klar: „Die Felder und Weinberge sind kein Selbstbedienungsladen und die Früchte sind kein Mitnehm-Imbiss. Vielmehr handelt es sich hierbei um den Lohn der Landwirte für harte Arbeit und große Investitionen über das ganze Jahr.“

„Der Gipfel an Unverfrorenheit in Sachen Traubenklau ist nach unserem Dafürhalten hierzulande erreicht.“ Die CDU-Fraktion habe deshalb, gemeinsam mit der FDP, die Stadtverwaltung gebeten, Auskunft über die Situation des Feldschutzes in den Weinbergen zu geben. Wie viele Personen patrouillieren dort? Die CDU möchte weiter wissen, welche Maßnahmen die Verwaltung ergreift, um dem Früchteklau Einhalt zu gebieten und wie der Schutz der Grundstücksbesitzer gegen Diebstahl verbessert werden kann.