Art der Veröffentlichung
Datum
09.06.2016

Klinikum - Daten schützen

Durch einen im SWR Fernsehen ausgestrahlten Bericht über Hacker-Angriffe auf Kliniken und Unternehmen am 14.4.2016 ist die CDU-Gemeinderatsfraktion hellhörig geworden und hat umgehend reagiert. „Der Datenschutz ist eine Angelegenheit, die nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf“, so erklärt der Sprecher der CDU im Krankenhausausschuss, Dr. Klaus Nopper, die Initiative in Form einer förmlichen Anfrage an die Stadtverwaltung.           

Denn als Quintessenz lässt sich aus dem Fernsehbericht schließen, dass das so genannte Hacken von Klinik-Netzwerken durchaus realistisch ist. Auch von Erpressung ist darin die Rede gewesen, wenn etwa Computer lahmgelegt werden.

Das gezeichnete Szenario ist düster. „Wenn medizinische Geräte, deren richtige Angaben für die Behandlung des Patienten von existenzieller Bedeutung sind, sozusagen ferngesteuert Falschmeldungen geben, und das Krankenhaus von Kriminellen damit erpressbar wird, will es die richtige Software wieder bekommen, ist das eine alarmierende Nachricht, die auch vor Ort der Reflexion bedarf“, meinen Dr. Klaus Nopper und seine Kollegin Iris Ripsam.

Denn solche oder ähnliche Fälle hat es anderswo gegeben. Deutlich im Bericht wird auch, dass der Schutz der Patienten durch geeignete technische und kostenintensive Maßnahmen unumgänglich ist. Auch das Personal muss entsprechend sensibilisiert sein.

Genau dies hat der Datenschutzbeauftragte für das Klinikum jetzt im Krankenhausausschuss gleich zu Anfang bestätigt. Die Mitarbeiter werden auf Datenschutz verpflichtet und informiert. Entwarnung gab er dahin gehend, dass es in den letzten zehn Jahren keine datenschutzrechtlichen Vorfälle gab. Wenngleich er darauf hinwies, dass die Belastung mit Schadsoftware hoch ist, in Krankenhäusern wie auch in Firmen.

Die von der CDU-Fraktion aufgrund besagten Berichtes gestellten Fragen in ihrer Anfrage konnten dennoch unterm Strich absolut befriedigend beantwortet werden. So beruhigt es zu wissen, dass der Virenschutz permanent aktuell gehalten wird, er kann bei Bedarf auch verstärkt werden. Das Klinikum verfügt über ein Sicherheitsmanagementsystem, wobei selbstredend medizinische Geräte stets besonders kritisch in Bezug auf Angriffe sind und deshalb besonders geschützt werden müssen. Die Mühe um den Datenschutz ist jedenfalls groß, was zu begrüßen ist.

Für die detaillierten Ausführungen zum Sicherheitsstandard im Datenschutz dankte denn auch Stadträtin Iris Ripsam. „Es wird das Menschenmögliche gemacht. Wir hoffen, dass wir auch in Zukunft vor Hacker-Angriffen verschont bleiben.“