Art der Veröffentlichung
Datum
09.03.2017

Mit Fortschritt gegen Feinstaub

Es ist keine Frage des Wollens, sondern schon lange eine des Könnens. Sprich, wie können die Grenzwerte für Feinstaub, aber auch für Stickstoffdioxid eingehalten werden? Fakt ist, dass die Überschreitungen über die letzten Jahre bereits deutlich weniger geworden sind und sie werden mit fortschreitender Technik sicherlich weiter sinken. Aber im Moment können die Vorgaben noch nicht eingehalten werden, weshalb unterschiedliche Maßnahmen angewandt werden müssen, die zielführend sind.

Die CDU-Fraktion begrüßt deshalb das Testprojekt „Straßenreinigung Feinstaub“ sehr. Sie war es auch, die vergangenen November schriftlich ausgeführt und beantragt hat, unter anderem die Nassreinigung der Cannstatter Straße nochmals genauer unter die Lupe zu nehmen.

„Damit haben wir eine Maßnahme angestoßen, die jetzt begonnen hat und auf deren Ergebnisse alle sehr gespannt sein dürfen“, erklärt Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz. Es handele sich dabei um einen Versuch und um eine Maßnahme von vielen, die zur Lösung des Feinstaub-Problems in Stuttgart beitragen könnten. „Die Möglichkeiten des technischen Fortschritts zur Luftreinhaltung sind in jedem Fall zu forcieren“, so Alexander Kotz. Denn sie trügen dazu bei, drohende Fahrverbote auf längere Sicht abwenden oder zumindest in ihrem Ausmaß entschärfen zu können.

Bei dem Pilotprojekt sprühen Fahrzeuge mit hohem Druck Wasser auf die Straße, das die gröberen Partikel – also bevor sie zu echtem Feinstaub werden – bindet. Zugleich werden mittels Rohren am Fahrzeugheck die Schmutzgemische wieder abgesaugt. An dem Projekt beteiligen sich neben der Stadt Stuttgart und ihrem Eigenbetrieb Abfallwirtschaft die Unternehmen Kärcher Reinigungstechnik, Faun Umwelttechnik und Reuther Straßenreinigung sowie die Dekra, die die Koordination übernimmt.

„Unsere Anregungen, wie wir sie in besagtem Antrag sowie in anderen Beiträgen gemacht haben“, so Alexander Kotz augenzwinkernd an die Adresse der Stadtverwaltung gerichtet und dennoch ernst gemeint, „werden wir nicht irgendwo archivieren, sondern zur ständigen Verfügbarkeit behalten.“ Der CDU geht es weiterhin darum, konstruktiv zur Problemlösung, das heißt, zur nachhaltigen Luftreinhaltung beizutragen. Zu einem effektiven Maßnahmenpaket gehören aber eben auch solche Aktivitäten, die kurzfristig geeignet sind, Grenzwerte einzuhalten und damit drastische Einschränkungen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger möglichst abzuwenden. 

Der Versuch ist auf jeden Fall lobenswert. Denn Denkverbote darf es nicht geben – neue Wege müssen betreten werden.