Art der Veröffentlichung
Datum
10.07.2014

Mobiles Einsatzkommando

Wäre ein Wegzug des MEK aus Stuttgart wirklich sinnvoll?

Wie man hört, soll das Mobile Einsatzkommando (MEK) der Polizei aus Stuttgart gänzlich wegverlegt werden – neuer Standort soll Böblingen sein.

Dieses Vorgehen wirft Fragen auf, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die Landeshauptstadt Stuttgart wohl die meisten sicherheitsrelevanten Objekte im Land hat. „In Stuttgart, will man es einmal salopp formulieren, ist in jeder Hinsicht am meisten los“, sagt Stadtrat Fritz Currle. Naheliegend sei deshalb, dass hier ein MEK stationiert ist, das kurze Anfahrtswege hat und somit schnell mit seinen Beamten am Einsatzort ist. Für die akute Einsatzbereitschaft erscheine die Strecke zwischen Böblingen und Stuttgart mit dem Nadelöhr Heslacher Tunnel nachteilhaft.

Zwar fällt diese Angelegenheit in den Aufgabenbereich des Landes, doch ist sie für Stuttgart von Interesse. Deshalb, so Fritz Currle weiter: „beantragen wir Stellungnahme zu mehreren Punkten“:

So soll sich die Stadtverwaltung beim Innenministerium Baden Württemberg erkundigen, wie die Erwägungen für eine Entscheidung für den Umzug des MEK von Stuttgart nach Böblingen aussehen. Zudem fragt er, ob es außer Stuttgart noch andere Großstädte ohne einen MEK-Standort gibt. Die Verwaltung solle darlegen, was sie unternommen hat beziehungsweise weiter vorhat, um das MEK in Stuttgart zu halten. Auch soll dargestellt werden, wo bisher in Baden-Württemberg die Einsatzschwerpunkte des MEK liegen, insbesondere in welcher Häufigkeit in welchen Städten im Land es zum Einsatz kam. Fritz Currle: „Sollte Aussicht darauf bestehen, das MEK am Standort Stuttgart halten zu können, interessiert uns, welche dem MEK auch auf lange Sicht adäquate Gebäudezentrale in der Landeshauptstadt infrage käme.“