Art der Veröffentlichung
Datum
10.05.2012

Musikgymnasium kommt

Kabinettsentscheidung vor der Sommerpause erwartet

Nach wie vor stammen, gemessen an der jeweiligen Bevölkerungszahl der 16 Bundesländer, die meisten Preisträgerinnen und Preisträger beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ aus Baden-Württemberg. Nach der Schulzeit jedoch geraten viele unserer musikalischen Spitzenbegabungen bereits bei der Aufnahmeprüfung für eine der fünf Musikhochschulen im Land ins Abseits, weil sie gegenüber Bewerberinnen und Bewerbern aus Osteuropa oder Asien keine Chance haben. Dort gibt es Musikgymnasien, an denen Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Begabung gezielt auf das Studium an einer Musikhochschule vorbereitet werden.

„Die CDU-Fraktion hat in mehreren Anträgen sowie gemeinsam mit Bürgermeisterin Dr. Susanne Eisenmann und dem Schulbeirat mehrfach auf diesen Missstand hingewiesen“, erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jürgen Sauer.

Für ihn ist die Hängepartie umso unverständlicher, als dass bereits seit über drei Jahren im Kultusministerium ein fertig ausgearbeiteter Antrag der Musikhochschule Stuttgart vorliegt, zusammen mit der Stuttgarter Musikschule am Eberhard-Ludwigs-Gymnasium einen Gymnasialzug für musikalisch hochbegabte Schülerinnen und Schüler einzurichten.

„Mehr als ein Jahr nach der Landtagswahl hat die CDU-Gemeinderatsfraktion erneut auf eine Entscheidung des Landes gedrängt, und wie es scheint, zeichnet sich ein Hoffnungsschimmer ab“, so der kulturpolitische Sprecher Jürgen Sauer. Nach Auskunft von Bürgermeisterin Dr. Susanne Eisenmann hat das Kultusministerium mündlich angekündigt, eine Entscheidung zu treffen und die entsprechende Vorlage noch vor der Sommerpause im Landeskabinett einzubringen. „Ein großer Schritt für die adäquate Förderung unserer jungen Musikelite wäre damit getan“, betont Jürgen Sauer.