Art der Veröffentlichung
Datum
05.07.2018

Neckar-City

Neckar-City

 

Wasser sorgt für mehr Lebensqualität in der Stadt. Köln und Düsseldorf haben den Rhein, Bremen die Weser und in Hamburg sorgen Alster und Elbe für die maritime Atmosphäre. Der Neckar allerdings ist für die Bewohner und Besucher von Stuttgart leider nicht sofort präsent im Stadtbild. Zum einen fließt er an der Stuttgarter Innenstadt vorbei und hat dann bisher in Bad Cannstatt eher die Anmutung eines Industriekanals. Dies möchten Oberbürgermeister und Gemeinderat seit langer Zeit korrigieren, was beispielsweise auch der Städtebauwettbewerb Neckarknie aufzeigt. Ein sehr begrüßenswertes Projekt, welches allerdings, und das darf nicht unerwähnt bleiben, ohne den aktuellen Bau des Rosensteintunnels nicht möglich wäre.

Eine weitere einmalige Chance für die Weiterentwicklung des Neckarufers bietet sich nun auf den heutigen Flächen der EnBW vom Wasserwerk bis zum neuen Kraftwerk in Gaisburg. Durch z.B. die Umstellung von Kohle auf Gas entsteht hier eine beachtliche Freifläche. „Wer den Neckar wirklich näher an Stuttgart und die Menschen bringen will, muss an dieser Stadtentwicklung machen“, meint CDU-Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz.

Bereits im Zuge der Debatte um einen Interimsstandort für die Oper und einer Folgeverwendung als neue Philharmonie hatte die CDU-Fraktion diesen bisherigen „Unort“ als Option ins Spiel gebracht. „In der Kombination mit Wohnen und Gastronomie könnte so ein neues beliebtes und belebtes Quartier entstehen“, ist sich Alexander Kotz sicher. „Wir reden seit über 20 Jahren über die Stadt am Fluss, da können wir doch jetzt nicht an dieser einzigartigen Stelle ein neues Paketzentrum bauen.“

Machbarkeitsstudien für diese Vorstellungen der CDU-Fraktion gibt es bereits, nun müssen sich die anderen Parteien im Gemeinderat nur noch positionieren, ob sie neben dem vielen Klein-klein am Neckar eben auch die große Lösung angehen wollen. CDU-Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz hält jedenfalls fest: „Die CDU-Fraktion möchte diese städtebauliche Chance zur Realität werden lassen.“ Durch eine grüne Überdeckelung der Bundesstraße kann zudem der Verkehrslärm an diesem Ort verschwinden und eine Fußverbindung zu einer Uferpromenade am Neckar entstehen. „Durch dieses neue Quartier ließe sich Stadt mit dem Fluss viel besser verbinden und hier richtig viel Leben an den Neckar bringen“, ist sich Alexander Kotz sicher. „Wer diese Idee nicht unterstützt, darf dann eigentlich in Zukunft nicht mehr in Sonntagsreden über die Stadt am Fluss philosophieren.“