Art der Veröffentlichung
Datum
06.02.2014

Neujahrsempfang

Nicht grießgrämig sein, lächeln und fleißig bleiben

Er hat das Haus gerockt, würde es in der Jugendsprache heißen. Aber in der Tat, die Festrede von EU-Kommissar und früherem Ministerpräsidenten Günther H. Oettinger anlässlich des Neujahrsempfangs der CDU-Fraktion kam mehr als gut an. Mit geschliffener Rhetorik, klarer Ansage und intelligentem Witz fesselte er die 650 geladenen Gäste. Es sei ein Glück, in Europa die Freizügigkeit zu haben. Diese solle auch genutzt werden können und sei zu respektieren. Gerade Deutschland brauche sie, was bedeute: „Fachkräfte für Fachkräftemangel“. Die Freizügigkeit gelte es zu verteidigen, erst recht wenn sie Gegenwind bekomme. Denn wäre Rumänien, Bulgarien, Litauen und anderen die EU-Mitgliedschaft erschwert worden, würden diese zappeln, wie heute die Ukraine.

Europa als Friedensunion und mit seinem Binnenmarkt stark zu halten, sei vor allem für Deutschland wichtig, das vom Export stark abhängig ist. Es brauche weiter seine Industrie, die die Grundlage des hiesigen Erfolgs sei, und die Industrie brauche bezahlbare Energie, um nicht in Staaten abwandern zu müs-sen, wo die Energiekosten niedriger sind. In den 70 Jahren Frieden sei Deutschland zu Recht die Lokomotive Europas geworden. Das heiße für uns, nicht griesgrämig sein, sondern lächeln und fleißig bleiben.

Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz sprach drei aktuelle Themen an: Den dringenden Wohnungsbau, bei dem die CDU unterschiedliche Wohnwünsche berücksichtigen will und die Villa Berg, bei der sie den im Gemeinderat beschlossenen Weg zur Sanierung der Villa und zur Parkerweiterung unterstützt. In Sachen Verkehr müsse die E-Mobilität besser vorangetrieben werden. OB Fritz Kuhn dankte der CDU-Fraktion für ihr Ringen um die besten Lösungen. CDU-Kreisvorsitzender Stefan Kaufmann MdB ist überzeugt, dass sich 2014 der Aufwärtstrend der CDU fortsetzen werde.