Art der Veröffentlichung
Datum
13.10.2016

Polizeiposten Klett-Passage

Die Besetzung des Polizeipostens in der Klett-Passage ist geändert, genauer gesagt eingeschränkt worden. So war es der Stuttgarter Zeitung zu entnehmen. Bislang war dieser Polizeiposten rund um die Uhr geöffnet. Seit 1. Oktober 2016 bis 31. März 2017 ist er nur noch von 6 bis 20 Uhr besetzt, und dies nur mit zwei statt bisher drei Beamten.

Durch die Maßnahmen könne Personal für den Streifendienst freigesetzt werden. In den Abendstunden nach 20 Uhr würde kaum noch jemand auf den Polizeiposten kommen. Ferner hätte sich in der Zeit der Zwangsschließung des Polizeipostens für Sanierungsmaßnahmen gezeigt, dass sich die Sicherheitslage in der Arnulf-Klett-Passage nicht verschlechtert habe und derartige Maßnahmen durch eine verstärkte Bestreifung der Passage ausgeglichen werden können. Die Besetzung des Polizeipostens mit wenig Personal lasse ein Eingreifen in der Passage ohnehin nur bedingt zu, so die Polizei in der Presse.

Die CDU-Fraktion sieht die Entwicklung mit Sorge. Stadtrat Dr. Markus Reiners: „Es mag richtig sein, dass sich die objektive Sicherheitslage in der Zeit der Zwangsschließung nicht geändert hat und dies bei einer künftigen nächtlichen Schließung ebenfalls nicht der Fall sein wird, auch weil die Passage dann stärker bestreift wird. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass nach unserer Einschätzung zumindest das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung an solchen Orten erheblich in Mitleidenschaft gezogen wird, und gerade die Arnulf-Klett-Passage nach einer permanenten Präsenz in Form eines dauerhaft besetzten Polizeipostens verlangt und zudem nach einer Besetzung mit ausreichend Beamtinnen und Beamten, die jederzeit auch ein Eingreifen im Bereich der Passage gewährleisten können.“ Es sei augenscheinlich, dass sich in und um die Passage permanent Personen aufhalten, die den geplanten Maßnahmen widersprechen und sich die Situation dadurch mit hoher Wahrscheinlichkeit eher verschlechtern werde.

Ziel muss es sein, das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken und im Bereich der Arnulf-Klett Passage eine Atmosphäre zu schaffen, die ein angemessenes Maß an Wohlbefinden zulässt. Dies auch deshalb, weil die Passage in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof als Drehscheibe für ankommende und abfahrende Zuggäste und damit auch als „Schaufenster“ fungiert.

„Vor diesem Hintergrund haben wir die Verwaltung gebeten, noch vor Ende März dem Gemeinderat über den Modellversuch zu berichten“, so der sicherheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dr. Markus Reiners.