Art der Veröffentlichung
Datum
20.07.2017

Qualität in Schülerbetreuung

Schülerbetreuung über den Regelunterricht hinaus wird zunehmend nachgefragt und dementsprechend angeboten. Dabei sind an den Ganztagesschulen und Schülerhäusern unterschiedliche Anbieter beziehungsweise Träger in der Schülerbetreuung aktiv.

Diese unterschiedlichen Träger haben überaus gute Betreuungskonzepte, die in der Regel in enger Abstimmung mit der jeweiligen Schule entwickelt werden.

„Allerdings gibt es offensichtlich keine gesamtstädtische Konzeption für die freizeitpädagogischen Angebote außerhalb des Regelunterrichts, so dass sich die Frage nach der nachhaltigen Qualitätsentwicklung und überprüfbaren Qualitätssicherung dieser Nachmittagsbetreuung an den unterschiedlichen Schulen stellt“, sagt die jugendpolitische Sprecherin der CDU-Gemeinderatsfraktion, Iris Ripsam MdB.

Die Angebotsvielfalt ist in der Betreuungslandschaft von Ganztagesschulen und Schülerhäusern zwar ein Plus. Dennoch ist es für die Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung dieser pädagogischen Betreuung unabdingbar, bestimmte Qualitätsstandards festzulegen, die das „Gerüst“ im Sinne einer einheitlich geltenden Grundkonzeption darstellen. Dafür bedarf es zunächst einer klaren Struktur für die involvierten Akteure und deren gemeinsame Aufgaben.

Auch die Frage nach der adäquaten Rhythmisierung, also der Frage nach der richtigen Verteilung von Unterrichts- und Entspannungseinheiten – kann hier nicht völlig ausgeblendet werden.

In diesem Zusammenhang hat die CDU-Fraktion die Stadtverwaltung aufgefordert, einen Runden Tisch ins Leben zu rufen, der sich mit der Aufgabenstellung befasst, einheitliche sowie messbare Qualitätseckpunkte für Betreuungsmodelle an Ganztagesschulen und Schülerhäusern zu erarbeiten.

Stadträtin Iris Ripsam: „Wir stellen uns vor, dass Vertreter des Schulverwaltungsamts, des Staatlichen Schulamts, der geschäftsführenden Schulleitung, des Gesamtelternbeirats und der freien (sozialpädagogischen) Träger aus den Bereichen Musik und Sport zur Teilnahme an dem Runden Tisch eingeladen werden.

Auch solle ein Berichtswesen eingeführt werden, nach dem der Gemeinderat in regelmäßigem Abstand – zum Beispiel alle zwei Jahre – über die Qualitätsentwicklung samt der dafür erforderlichen strukturellen Rahmenbedingungen unterrichtet wird.

Zudem interessiert die CDU, wie viele Mischklassen – in welchen bekanntlich Ganztages- und Halbtagesschüler gemeinsam lernen – es in Stuttgart gibt. Auch sollen Gedanken zur Rhythmisierung in den pädagogischen Ansatz zur Qualitätsentwicklung und -sicherung einfließen.