Art der Veröffentlichung
Datum
19.03.2015

Sanierung des Opernhauses

Das Staatstheater Stuttgart mit Oper, Ballett und Schauspiel ist das größte Drei-Sparten-Theater der Welt. Eine Kulturinstitution mit internationalem Renommee und ein Aushängeschild für Stuttgart. Seine Gebäude liegen an exponierter Stelle im Herzen der Stadt an der Kulturmeile und sind nicht zuletzt durch die stadtbildprägende Architektur des Opernhauses ins Auge fallend.

Dass das Stuttgarter Opernhaus einer grundlegenden Sanierung bedarf, ist hinlänglich bekannt. Um das genaue Ausmaß der notwendigen Sanierung zu prüfen, hat deshalb der Verwaltungsrat des Staatstheaters ein Gutachten in Auftrag gegeben. Zum Prüfauftrag gehörte auch zu ermitteln, welche baulichen Veränderungen beziehungsweise Erweiterungen notwendig sind, um technische Verbesserungen, auch in Bezug auf die Besucherfreundlichkeit, erreichen zu können.

Eine so genannte große Lösung ist zwischenzeitlich erarbeitet worden. Sie impliziert eine räumliche Erweiterung um 11.000 Quadratmeter und Kosten in Höhe von rund 300 Millionen Euro. Die im Sommer 2014 mit dem Gutachten dargestellten Vorschläge werden derweil weiter geprüft, bevor dem Verwaltungsrat wohl im Frühjahr erste Ergebnisse präsentiert werden sollen.

Einige der mehr oder weniger bekannten Lösungsvorschläge werden bereits durchaus unterschiedlich beurteilt. So sagt Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz: „Was etwa den Anbau ans Kulissengebäude zur Konrad-Adenauer-Straße hin angeht, scheint dem grundsätzlich nichts entgegen zu sprechen. Eine Neubebauung des heutigen Parkplatzes zwischen dem Landtagsgebäude und dem Opernhaus ist dagegen unter städtebaulichen Gesichtspunkten als inakzeptabel einzustufen. Vor wenigen Jahren erst wurde diese Stelle für das Besucherzentrum des Landtags – das jetzt unterirdisch gebaut wird – in Erwägung gezogen, doch gerade unter diesem Aspekt des Städtebaus für unmöglich befunden. Auch die Idee, am Königin-Katharinen-Stift Flächen für Erweiterungsbauten heranzuziehen, ist in Bezug auf zukünftige Nutzungen seitens der Schule sowie in Bezug auf städtebauliche Konsequenzen eigentlich zu verwerfen.“

Für seine Fraktion hat er deshalb bei der Verwaltung einen Antrag gestellt, in dem er argumentiert: „Um bei den verschiedenen Standortfragen bezüglich der Erweiterungsbauten keine Untersuchungsergebnisse zu erhalten, die aus bestimmten, insbesondere auch aus städtebaulichen Gründen möglicherweise nicht in die Realität umsetzbar sind, wollen wir, dass die bis dato erbrachten Prüfresultate alsbald zur öffentlichen Debatte im Ausschuss für Umwelt und Technik vorgestellt werden.“