Art der Veröffentlichung
Datum
22.03.2016

Schulsanierung ja, aber bitte seriös

Wagenburg-Gymnasium und Gottlieb-Daimler-Gymnasium

Leicht hat man es sich beim Wagenburg-Gymnasium nicht gemacht. Auch die CDU-Fraktion nicht. In der Gesamtabwägung bezüglich einer Teilauslagerung des Wagenburg-Gymnasiums in die Hackstraße 2 am Stöckach oder in Container auf dem Wagenburg-Platz hat sie denn auch eine dezidierte Anfrage mit zwölf bis dahin noch offen gewesenen Punkten an die Stadtverwaltung gerichtet. Auf der Grundlage der Beantwortung und nach nochmaliger Diskussion ist die Fraktion zu dem Entschluss gekommen, während der Sanierungsarbeiten das Schulgebäude in der Hackstraße zu nutzen. Diese Lösung kostet drei Millionen Euro weniger, als Container am Wagenburgplatz aufzustellen. Auch die jetzt zwangsweise zeitliche Verschiebung von wichtigen Sanierungen an anderen Schulen hätte damit vermieden werden können.

„Auf diese Art in den laufenden und erst Ende letzten Jahres beschlossenen Haushalt einzugreifen, ist nicht seriös“, so Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz. Die drei Millionen Euro, die zu der rund 20 Millionen Euro teuren Sanierung jetzt hinzukommen, stehen außerhalb des Haushaltsbudgets.

Anders verhält es sich beim Gottlieb-Daimler-Gymnasium. Es benötigt als Schule mit Schwerpunkt Sport dringend eine ordentliche Turnhalle. Der schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Fred-Jürgen Stradinger erklärt: „Die CDU-Fraktion spricht sich deshalb dafür aus, anstatt drei Millionen Euro in ein Provisorium auf dem Wagenburgplatz zu stecken, das Geld in die Sanierung und Erweiterung der Turnhalle des Gottlieb-Daimler-Gymnasiums zu investieren und damit einen nachhaltigen Wert zu schaffen.“ Diese Maßnahme ist zudem unter haushalterischen Gesichtspunkten seriös, weil die benötigten Finanzmittel nicht aus dem aktuellen Haushalt kommen und damit andere Schulprojekte nicht auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden müssen. Vielmehr wäre es am Gemeinderat, die Baumaßnahme am Gottlieb-Daimler-Gymnasium für den kommenden Haushalt zu priorisieren und die Mittel einzustellen. Die Planungsmittel für die Maßnahme sind im jetzigen Haushalt bereits eingestellt.

„Dass wir so verfahren wollen, hat nicht nur etwas mit finanzpolitischer Vernunft, sondern auch mit Gerechtigkeit zu tun“, sagen die Stadträte Alexander Kotz und Fred-Jürgen Stradinger. Und nachdem sich die Mehrheit des Gemeinderats beim Wagenburg-Gymnasium nun gegen die CDU-Meinung entschieden hat, werbe die CDU-Fraktion bereits heute für die Sanierung der bestehenden Turnhalle und die Realisierung einer neuen ergänzenden Turnhalle am Gottlieb-Daimler-Gymnasium als nachhaltige Lösung.