Art der Veröffentlichung
Datum
12.07.2018

Schulschwimmen rettet Leben

Schulschwimmen ermöglicht für viele Mädchen und Jungen den Weg aus dem Nichtschwimmerbecken. Schwimmen ist nicht nur ein Sport und eine Freizeitbeschäftigung, sondern kann letztlich auch Menschenleben retten. Dies ist selbst in Deutschland nicht zu unterschätzen. In den vergangenen 20 Jahren bewegte sich die Zahl der bundesweiten Badetoten ungefähr zwischen 400 und 600 pro Jahr. Ein erschreckend hoher Wert. Jeder Badeunfall ist einer zu viel und die Stadt Stuttgart sollte die bestmöglichen Rahmenbedingungen stellen, um dieser Gefahr entgegenzuwirken. Das Erlernen und Üben von Schwimmen in der Schule bietet dafür die bestmögliche Basis. Doch die Schwimmzeit im Schulunterricht dafür logischerweise nicht zu kurz ausfallen. „Unser Ziel muss es sein, dass alle Kinder beim Schulschwimmen in einer Doppelstunde auf mindestens 40 Minuten reine Schwimmzeit kommen können“, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz. „Dafür müssen wir schauen, dass die Schüler möglichst wenig Zeit für den Weg zwischen Schule und Schwimmbad verlieren.“

Aus diesem Grund hat die CDU-Fraktion bei den Haushaltsberatungen Geld für mehr Bäderbusse gefordert und durchgesetzt. Jährlich investiert die Stadt damit zusätzliche 161.000 Euro für die Schwimmausbildung unserer Schülerinnen und Schüler. Mit dem Bäderbus ist der Weg zum Schwimmbad in der Regel deutlich schneller zu bewerkstelligen, als wenn eine ganze Klasse zu Fuß oder mit dem ÖPNV quer durch die Stadt reisen muss. Mit dem Bäderbus entstehen auch keine zusätzlichen unkalkulierbaren Wartezeiten, wie beispielsweise bei dem Transport der Schulklasse per Stadtbahn. Trotzdem gäbe es laut der Stadtverwaltung zwölf Grundschulen, die es selbst mit dem Bäderbus-Einsatz nicht schnell genug in ein Schwimmbad schaffen, um auf 40 Minuten reine Schwimmzeit zu kommen.

„Kurzfristig sind mehr Bäderbusse sicherlich der richtige Weg zur Verlängerung der Schulschwimmzeiten. Allerdings müssen wir auch mittelfristig schauen, ob und wo noch weitere Lehrschwimmbecken notwendig sind“, sagt Alexander Kotz. „Dies muss dann rechtzeitig vor den nächsten Haushaltsberatungen untersucht sein, damit wir auch wirklich reagieren können.“

Stuttgart verfügt aktuell über neun Lehrschwimmbecken und elf Schwimmbäder, in denen die Schulen ihren Schwimmunterricht durchführen. CDU-Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz ergänzt: „Zudem könnten wir uns auch immer noch sehr gut vorstellen, dass Schulen mit einem besonders weiten Anfahrtsweg zum Schwimmbad, drei Schulstunden für den Schwimmunterricht einplanen, statt nur einer Doppelstunde.“