Art der Veröffentlichung
Datum
13.03.2014

Schwimmen können

Schwimmerquote an Grundschulen erhöhen

Die Schwimmverbände und -vereine, Schulen und Eltern erkennen und artikulieren deutlicher als städtische und staatliche Behörden Schwachpunkte beim Schwimmunterricht an Grundschulen. So verweist der DLRG auf eine Umfrage des staatlichen Schulamts Stuttgart im Jahr 2008/2009, wonach 52 Prozent der Grundschulen in Stuttgart der Meinung sind, dass sich die Zahl der Nichtschwimmer erhöht habe – durchschnittlich nur 82 Prozent der Viertklässler könnten schwimmen – an fast jeder fünften Schule betrage die Nichtschwimmerquote sogar 30 Prozent und mehr.

Schwimmen können gehört aber zu den elementaren Fähigkeiten, die der Mensch erlernen muss und zwar möglichst im Kindesalter. Denn lebensgefährlich ist es, Nichtschwimmer zu sein.

Dass in Stuttgart an allen 72 öffentlichen Grundschulen Schwimmunterricht angeboten wird, ist begrüßenswert. Zu hinterfragen ist dennoch, wie konsequent und in welchem Umfang dieser Unterricht stattfindet und ganz entscheidend ist, welche Schwimmerquote tatsächlich erreicht wird.

Zur Verfolgung des wichtigen Ziels, dass möglichst alle Kinder das sichere Schwimmen erlernen, hat die CDU-Fraktion beantragt, dass die Verwaltung die aktuelle Situation des Schwimmunterrichts an den Stuttgarter Grundschulen beurteilt. Die Stadträte wollen wissen, mit welchen Schwimmfähigkeiten konkret die Schülerinnen und Schüler die vierte Klasse verlassen. „Wo erkennt die Verwaltung Mängel im Schwimmunterricht und mittels welcher Maßnahmen kann Abhilfe geschaffen werden?“, fragen die Stadträte Iris Ripsam und Fred-Jürgen Stradinger. Kollege Alexander Kotz fügt an: „Welchen Beitrag können zum einen die Eltern und zum anderen die Schwimmvereine praktischerweise leisten, um das Ziel zu erreichen?“